EPFL-Forscher bauen das Universum in VR nach

12. Oktober 2021 um 15:20
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Astrophysiker und Informatiker der ETH Lausanne sind dabei, das Weltall in Virtual Reality abzubilden.

Forschende der ETH Lausanne wollen eine virtuelle Version des Weltalls bauen. Dafür entwickeln sie eine plattformübergreifende VR-Umgebung namens VIRUP (Virtual Universe Project). Diese ist mit Standard-VR-Systemen kompatibel und ist speziell für die "Darstellung von kosmologischen Simulationen mit mehreren Milliarden Teilchen" konzipiert. Sie soll eine Bildrate von 90 Bildern pro Sekunde ermöglichen, so die EPFL in einer Mitteilung.

Eine virtuelle Reise durch 50 Millionen Galaxien

Interessierte sollen durch Zeit und Raum reisen und die Grösse des Universums "verstehen können". Die Forscher haben sich zum Ziel gesetzt, 50 Millionen Galaxien und 4500 bisher entdeckte Exoplaneten abzubilden. Bislang können mit VIRUP unter anderem unser Sonnensystem, die Milchstrasse und Andromeda besucht werden. Derzeit arbeiten die Forscher daran, noch mehr Himmelskörper in die 3D-Anwendung zu integrieren, etwa Asteroiden, galaktische Nebel und Pulsare.
"Die Visualisierung von astrophysikalischen Daten ist viel zugänglicher, als Grafiken und Zahlen. Sie hilft uns, ein Gespür für diese komplexen Phänomene zu entwickeln", lässt sich Astrophysiker Yves Revaz zitieren.
Für die Reise durch den Kosmos braucht es laut EPFL neben einem Virtual-Reality-Headset auch einen Computer, auf dem das Programm läuft sowie genügend Speicherplatz für die astrophysikalischen und kosmologischen Daten. Mehr Infos und Dokumentation gibt es bei der EPFL.

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