Fachhochschule Graubünden schafft den Pi-Weltrekord

16. August 2021, 14:53
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Die Berechnung von Pi auf 62,8 Billionen Kommastellen sei erfolgreich verlaufen.

Im Mai 2021 war an der Fachhochschule Graubünden ein neuer Rekordversuch zur Berechnung von Pi gestartet worden. Man wollte damit den bisherigen Weltrekord von Timothy Mullican brechen. Der amerikanische DevOps Engineer überflügelte am 29. Januar 2020 die bisherige Rekordhalterin Emma Haruka Iwao von Google Cloud Computing um über 18 Billionen Stellen und schraubte damit den Rekord auf 50 Billionen Nachkommastellen hoch.
Anfang August gab die Fachhochschule bekannt, mit der Berechnung von Pi auf 62,8 Billionen Kommastellen in hexadezimaler Schreibweise sei am 4. August ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Der Herausforderung gestellt hatten sich das Team des Zentrums für Datenanalyse, Visualisierung und Simulation (DAViS) in Kooperation mit dem Bachelorstudiengang Computational and Data Science.
Damit sichergestellt werde, dass sich während der monatelangen Berechnung keine Fehler eingeschlichen hatten, musste der Computer die Zahl zurück in das Dezimalsystem konvertierten. Die Überprüfung zeigte nun: Der Weltrekordversuch war erfolgreich, wie die Fachhochschule Graubünden mitteilt.
"Der Hochleistungsrechner am Zentrum für Data Analytics, Visualization and Simulation (DAViS) hat den alten Weltrekord von 50 Billionen Stellen um zusätzlich 12,8 Billionen neue, bis anhin unbekannte Stellen, übertroffen. Die zehn letzten bekannten Stellen von Pi lauten daher nun: 7817924264", schreibt die Hochschule.
Die Berechnung des neuen Pi-Stellen-Weltrekords durch das DAViS-Team der FH Graubünden habe 108 Tage und 9 Stunden gebraucht. Sie sei somit fast doppelt so schnell erfolgt wie beim Rekord, welchen Google in seiner Cloud im Jahr 2019 aufgestellt habe, und etwa 3,5-mal so schnell wie beim letzten Weltrekord aus dem Jahr 2020 von Timothy Mullican.
"Wir haben im Laufe der Vorbereitung und Durchführung der Berechnungen viel Know-how aufbauen können und unsere Abläufe optimiert. Das kommt jetzt vor allem unseren Forschungspartnern zugute, mit denen wir gemeinsam rechenintensive Projekte in der Datenanalyse und der Simulation durchführen", erklärt Professor Heiko Rölke, Leiter des DAViS, in der Mitteilung.
Thomas Keller, als Projektleiter mit der Durchführung der Berechnungen betraut, sagt: "Die Berechnung hat uns gezeigt, dass wir für den daten- und rechenleistungsintensiven Einsatz in der Forschung und Entwicklung vorbereitet sind. Durch die Berechnung sind wir aber auch auf Schwachstellen in der Infrastruktur aufmerksam geworden, wie beispielsweise noch ungenügende Back-up-Kapazitäten."
Nach der geschafften Berechnung der 62,8 Billionen Stellen hat das DAViS-Team die Leistung zum Eintrag beim Guinnessbuch der Weltrekorde registrieren lassen. Die Zahl selbst soll danach öffentlich zugänglich gemacht werden.

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