Fintech Neon lanciert "Smartphone-Konto"

26. März 2019, 15:15
  • fintech
  • app
  • digitalisierung
image

Heute lancierte das Zürcher Fintech sein digitales Konto.

Heute lancierte das Zürcher Fintech sein digitales Konto. Dies nachdem das Unternehmen in einer sechsmonatigen Test-Phase bereits mehrere Tausend Kunden gewinnen konnte, wie es in einer Mitteilung heisst. "In spätestens 5 Jahren möchten wir 300'000 bis 500'000 Kunden haben. Somit würden wir dann zu den 10 grössten Banken der Schweiz gehören", sagt Neon-Mitgründer Julius Kirscheneder. Das digitale Konto hinter Neon wird von der Hypothekarbank Lenzburg geführt und unterliegt somit der Schweizer Einlagesicherung.
Neon bietet ein Banking-Paket, das neben einem Gratis-Konto auch eine kostenlose Mastercard beinhaltet. Neben der Kontoeröffnung und -führung sind auch Transaktionen im In- und Ausland gratis. "Wir fokussieren einzig auf die Alltagsbedürfnisse unserer Kunden und offerieren das günstigste Konto der Schweiz", sagt Mitgründer Jörg Sandrock. Standardprozesse wie die Kontoeröffnung oder -sperrung würden hierzulande noch nicht vollständig digital ablaufen. Ein Konto bei Neon liesse sich in zehn Minuten eröffnen und dies vollständig über das Smartphone und mittels Video-Identifikation. Neon plant auch bereits eine Weiterentwicklung. Künftig solle Neon nicht nur Bankkonto sein, sondern "auch als Versicherung oder 3. Säule dienen", sagt Kirscheneder.
Ein ähnliches Angebot bietet auch die Bank Cler mit "Zak". "Als Postfinance Anfang Jahr ihre Gebühren erhöhte, haben wir ein deutliches Kundenwachstum gespürt", sagt Matthias Häne, Leiter Digitalisierung bei der Bank Cler. Rund 14'000 Personen nutzen Zak bereits, Tendenz steigend.
Auch die grossen Banken der Schweiz hat der Trend hin zum Online-Banking erfasst. "40 Prozent unserer E-Banking-Kunden benutzen ausschliesslich das Smartphone als Schnittstelle zur Bank", sagt eine Sprecherin der UBS. Die grösste Bank der Schweiz verteidigt ihre höheren Gebühren im Vergleich zu Zak und Neon: "Wir haben ein breiteres Angebot und decken mehr Kundenbedürfnisse ab", heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'AWP'. Daher setze UBS weiterhin auf ihr bisheriges Angebot mit E-Banking und ihrer App. (kjo/sda)

Loading

Mehr zum Thema

image

Schweizer Fintech sammelt knapp 9 Millionen Franken

Das Zürcher Startup Amnis, Anbieter einer Banking-Software, hat eine Finanzierungsrunde über 8,6 Millionen Franken abgeschlossen.

publiziert am 15.6.2022
image

Twint wird präsenter in Deutschland und Österreich

Sogar über den DACH-Raum hinaus soll die Bezahlmethode besser nutzbar werden, erhofft sich die Vereinigung EMPSA.

publiziert am 10.6.2022
image

Klarna streicht jede zehnte Stelle

Das schwedische Startup ist Europas wertvollstes Fintech. Nun aber sollen rund 700 Angestellte ihren Job verlieren. Update: Auch Schweiz soll betroffen sein.

aktualisiert am 1.6.2022
image

UBS baut ihr digitales Angebot aus

Mit der rein digitalen Sortimentslinie Key4 will die Grossbank vor allem Neukunden gewinnen. Man fahre aber keine Neobanken-Strategie.

publiziert am 19.5.2022