Gewinner der VBS-Cyber-Challenge soll ein Daten-Dilemma lösen

1. Oktober 2021, 13:15
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"Die Zukunft des Cyberspace sind Startups", sagte Armee-Chef Süssli kürzlich. Nun kürt das VBS eine Zürcher Firma, die mehr Sicherheit für kritische Infrastruktur verspricht.

Das VBS hat seine Cyber Startup Challenge durchgeführt und das Zürcher Unternehmen Decentriq zum Sieger gekürt. Dessen Technologie erlaube es Akteuren im Umfeld kritischer Infrastrukturen, ihre Daten sicher austauschen und aggregiert analysieren zu können, begründet das VBS die Prämierung.
Decentriq bietet laut VBS einen neuartigen Ansatz: In sogenannten "Data Clean Rooms" sollen personenbezogene Daten sicher und geschützt verarbeitet werden können. Dies löse das Dilemma, dass Daten entweder gemeinsam genutzt und damit gefährdet würden oder aber isoliert gehalten werden müssten, heisst es vom Verteidigungsdepartement. Die Plattform verbessere damit die Cybersicherheit, ohne den Datenschutz zu beeinträchtigen .
An der zweiten Ausgabe der Cyber Startup Challenge hatten sich 38 Jungunternehmen beteiligt. Das Ziel des Events ist es, Firmen und Technologien rund um die Unterstützung von Information Sharing and Analysis Center (ISAC) für kritische Infrastrukturen zu entdecken und innovative Technologien ins VBS zu bringen.
Thomas Süssli, Chef der Schweizer Armee, hatte diese Absicht vor einigen Tagen an einem Startup-Event im Zürcher Kraftwerk unterstrichen: "Die Zukunft des Cyberspace sind Startups", sagte er in Ausgehuniform vor versammelter Cyber-Startup-Mannschaft. Die Armee sei bereit zu investieren, die Geschwindigkeit dabei aber nicht die höchste, so Süssli.
Decentriq kann sich nun über einen Geldsegen von bis zu 100'000 Franken freuen, der für die Integration eines Machbarkeitsnachweises seiner Technologie in die VBS-Umgebung in Aussicht gestellt wurde. Das Unternehmen wird nächstes Jahr zusammen mit dem VBS ein Proof of Concept erarbeiten.
Im Finale setzten sich die Zürcher gegen das US-Unternehmen Constella Intelligence durch, das Regierungen und Firmen die Erkennung von Datenschutzverletzungen vereinfachen soll. Der dritte Finalist hiess Pandora Intelligence. Die niederländische Firma bietet eine Analyse-Software, die Zusammenhänge in grosse Datenmengen erkennen soll.

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