HP bringt KMU-Blade-Server "Shorty"

12. September 2007, 18:03
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KMU sollen mit den neuen Blade-Servern über 20'000 Franken Anschaffungskosten sparen.

KMU sollen mit den neuen Blade-Servern über 20'000 Franken Anschaffungskosten sparen.
HP hat heute neue Blade-Server und Storage-Arrays vorgestellt, die sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richten. Die neue Blade-Server-Reihe ergänzt die im Juni 2006 lancierte dritte Blade-Generation namens "BladeSystem c-Class". Richtete sich das c7000-Modell noch an Enterprise-Kunden, so möchte HP mit den neuen c3000-Blade-Servern im KMU-Markt (100 bis 500 Angestellte) punkten.
Gemäss MSM Research gibt es in der Schweiz knapp 3000 KMU dieser Grössenordnung. Der Blade-Anteil im globalen x86-Server-Markt beträgt dieses Jahr gemäss IDC 12 Prozent. 2008 soll der Anteil 16 Prozent, ein Jahr später bereits 20 Prozent betragen. 2010 sind gemäss IDC 24 Prozent aller x86-Server Blades. In der Schweiz ist der Anteil Blades jeweils um einige Prozent höher.
20'969 Fr. sparen
Im Unterschied zum Blade-Modell c7000 bietet c3000 (Bild) Platz für maximal acht statt 16 Blades (Halbhöhe). Weil das neue Modell so kompakt ist, erhielt es den Übernamen "Shorty". (Es kursiert aber auch die Vermutung, der Übername beziehe sich auf die Körpergrösse eines bestimmten HP-Managers, der für Server zuständig ist.) Die Rack-Version ist in der Schweiz ab 5719 Franken erhältlich. Die Tower-Version wird erst ab November erhältlich sein.
HP, seit längerem globaler Marktführer im Blade-Bereich, rechnet vor, dass Kunden insgesamt bis zu 20'969 Franken Anschaffungskosten sparen können, wenn sie statt acht Standard-Server acht Blades verwenden. 816 Franken spare man, weil man weniger Strom-, Ethernet- und Fibre-Channel-Kabel benötigt. 6329 Franken gehen insgesamt ins Sparschwein dank weniger Ausgaben für Switches und Router. Ungefähr 1728 Franken pro Server spart man schliesslich, weil man weniger Fans, Power-Supplies sowie Host-Bus-Adapter benötigt.
LUNs einfach verkleinern
HP stellte auch die bereits angekündigten neuen Enterprise Virtual Arrays (EVA) 4100, 6100 und 8100 vor. Das StorageWorks EVA 4100 Starter-Kit ist in der Schweiz ab 32'906 Franken erhältlich und richtet sich somit wohl eher an mittelgrosse Kunden. Gemäss HP sind die neuen EVAs um bis zu 45 Prozent energieeffizienter.
Nebst der üblichen Verbesserung der Verfügbarkeit (99,999 Prozent) scheint insbesondere ein neues Feature interessant zu sein, das es erlaubt, einer Applikation zugeteilte virtuelle Storage-Kapazität mit einem Klick im Management-Tool nicht nur zu erhöhen sondern auch zu verringern. Mit Windows Server 2008 und vergleichbaren Server-Betriebssystemen (etwa HP Unix) wird es somit ab nächstem Jahr möglich sein, den Bedarf an Storage auch runterzuschrauben. (Maurizio Minetti)

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