HP: Ein Drittel des PC-Preises ist das RAM

25. Februar 2026 um 13:10
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Foto: Esa Riutta / Pixabay

Eine Folge der Explosion der Preise für Speicherchips.

Die Preise für RAM-Speicherkarten sind in den letzten Monaten sehr stark gestiegen. Anlässlich der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen hat HP dies in aller Deutlichkeit illustriert: Die Kosten für das Memory würden derzeit im Schnitt nicht weniger als 35% der gesamten Materialkosten für einen PC ausmachen. Noch im Vorquartal seien es erst 15% bis 18% gewesen.
Das Unternehmen erwartet zudem, dass die Speicherpreise im laufenden Jahr noch stärker ansteigen werden. Zu den Gründen gehören unter anderem gestiegene Rohstoffpreise für die Chiphersteller. Der Hauptgrund ist allerdings das internationale Wettrennen darum, wer am schnellsten seine Infrastruktur für KI-Anwendungen ausbauen kann. Für diese Infrastruktur werden nicht nur teure Beschleunigerkarten, sondern eben auch viel Memory benötigt. Die Unternehmen, die sich am Rennen beteiligen, insbesondere Hyperscaler wie Meta, AWS, Google und Co., scheinen momentan dazu bereit zu sein, fast jeden Preis zu zahlen, um an möglichst viel Speicher heranzukommen – eine Situation, welche die Chiphersteller natürlich gerne ausnützen.
HP versucht, auf die Situation zu reagieren und unter anderem seine Lieferantenbasis zu erweitern. Zudem, so der Interims-CEO Bruce Broussard, habe man sich langfristige Lieferverträge gesichert, versuche aber auch gleichzeitig, den Prüfungsprozess für neue Komponenten stark zu verkürzen, damit Konfigurationsänderungen schneller als bisher durchgeführt werden können. Zudem, so Broussard, werde man unter anderem durch zusammen mit Partnern durchgeführten Preisaktionen versuchen, die Nachfrage etwas zu steuern, so dass letztlich die Modelle verkauft werden, für welche der Hersteller die passenden Komponenten auf Lager hat.
In den vergangenen Monaten scheint die RAM-Situation HP allerdings noch kaum geschadet zu haben. Laut den Quartalszahlen stieg der Umsatz der Abteilung Personal Systems verglichen mit dem Vorjahresquartal um 11% auf 10,3 Milliarden Dollar. Endverbraucher haben demnach 14% mehr HP-PCs gekauft als ein Jahr zuvor, Unternehmen 11% mehr. Der Haupttreiber der Nachfrage ist laut HP die zunehmende Umstellung auf Windows 11. Zudem steige nun auch das Interesse an den sogenannten "KI-PCs".

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