Das Geschäft des Chipkonzerns Intel hat nach einer längeren Durststrecke im letzten Quartal endlich auch mal von der boomenden Halbleiter-Nachfrage beim Ausbau von KI-Rechenzentren profitiert. Der Chip-Pionier verzeichnete im vergangenen Quartal das schnellste Umsatzwachstum seit Jahren. Verglichen mit
den Umsatz- und Wachstumszahlen von Nvidia verblassen die Zahlen des einstigen Beherrschers des globalen Chip-Marktes aber weiterhin.
Die neuste Quartalsabrechnung zeigt, dass Intels Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf 16,1 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 14,4 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie übertraf das Unternehmen die Wall-Street-Prognosen noch stärker: Er war mit 42 Cent doppelt so hoch wie von Analysten im Schnitt erwartet.
Unterm Strich resultierte allerdings trotzdem ein Verlust von elf Milliarden Dollar, der allerdings auf eine buchhalterische Wertberichtigung auf treuhänderisch gehaltene Aktien zurückgeht, die im Austausch für Milliardensubventionen an die US-Regierung übergeben werden sollen.
Auch Intels Ausblick auf das laufende Quartal lag deutlich über den Markterwartungen. Die Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel zeitweise um rund 12%.
Intel versucht unter dem seit Anfang 2025 amtierenden Chef Lip-Bu Tan unter anderem, durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen, und gab dafür auch die Pläne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im vergangenen August bekam die US-Regierung nach Druck von Präsident Donald Trump
einen Anteil von rund 10% an Intel als Gegenleistung für ursprünglich unentgeltlich zugesagte Milliardensubventionen.