HP mit Dollar- und Wachtumssorgen

25. Februar 2015 um 11:03
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HP sollte wachsen, kommt aber nicht vom Fleck.

HP sollte wachsen, kommt aber nicht vom Fleck.
HP musste in zwölf der letzten dreizehn Quartale einen Umsatzrückgang hinnehmen, wie das 'Wall Street Journal' vorrechnet. Dieser Trend hat sich auch im laufenden Quartal fortgesetzt. Der Umsatz sank im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015, das am 31. Januar endete, um 4,7 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar. Der Reingewinn liess um 4 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar nach.
Die HP-Chefin Meg Whitman erklärte, dass sie mit den Zahlen zufrieden sei. Man sei in ihrem Drei-Jahres-Turnaround-Plan ungefähr an dem Punkt, den man erwartet habe. Die Börse hätte aber gerne mehr Wachstum oder zumindest Anzeichen für zukünftiges Wachstum gesehen. Der Kurs der HP-Aktie sank nach der Bekanntgabe der Zahlen zunächst um 6,6 Prozent.
Zu HPs Problemen gehört, dass das sowieso schon schwierig zu erreichende Wachstum durch den steigenden Dollarkurs in noch weitere Ferne gerückt ist. Im laufenden Geschäftsjahr wird der gestiegene Dollar HP laut Aussagen des Managements rund 3,3 Milliarden Dollar Umsatz beziehunsgweise 6 Prozent Umsatzwachstum kosten. Als mögliche Gegenmassnahme fasst HP laut dem 'Wall Street Journal' Kostenreduktionen und auch Preiserhöhungen ins Auge. Dies würde aber die Situation vieler Ländergesellschaften nicht gerade vereinfachen.
Auch wenn man den gestiegenen Dollar berücksichtigt, ist der Umsatz im vergangenen Quartal um 2 Prozent gesunken. Der Umsatz ist in keinem der grossen Geschäftssegmente gestiegen (siehe Tabelle). Die Printing- und die Enterprise-Services- und die Software-Gruppe verzeichneten klare Umsatzrückgänge. Vor allem das mangelnde Wachstum im Softwarebereich macht Investoren Sorgen. HP hatte diesen margenträchtigen Bereich in den letzten Jahren als Hoffnungsträger in den Vordergrund gestellt und viel darin investiert, zum Beispiel mit der Übernahme von Autonomy verursachte. Viele Investoren würden HP auch gerne als grossen Player nicht nur im Infrastrukturgeschäft für die Cloud, sondern auch im Cloud-Services-Geschäft selbst sehen. (hjm)

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