HP verblüfft mit Höhenflug

17. August 2007, 08:24
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Das einst geschmähte PC-Business wird zum Kronjuwel.

Das einst geschmähte PC-Business wird zum Kronjuwel.
Wie sich die Zeiten doch ändern. Nachdem vor drei, vier Jahren noch Analysten und Investoren reihum das HP-Management dazu drängten, sein damals unprofitables Geschäft mit PCs abzustossen, sind diese Stimmen nun völlig verstummt. HP hat es in dieser Zeit nicht nur geschafft, dem Erzrivalen Dell wieder deutlich Marktanteile abzujagen, sondern auch gleichzeitig sein mehrheitlich indirektes Vertriebsmodell - das damals schon von vielen als obsolet betrachtet wurde – so weit zu trimmen, dass das PC-Geschäft nun wieder recht profitabel ist. Und das PC-Geschäft ist weitgehend dafür verantwortlich, dass HP auch in diesem Jahr mit einem Umsatz von etwa 103 Milliarden Dollar die Krone als grösster IT-Hersteller der Welt vor IBM behaupten können dürfte.
Insgesamt erzielte HP im dritten Quartal des Finanzjahrs 07, das am 31. Juli endete, 25,4 Milliarden Dollar Umsatz, 16 Prozent mehr als im gleichen Quartal vor einem Jahr. Der Reingewinn stieg um 29 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar.
Der Umsatz der hauptsächlich für das PC-Geschäft zuständigen Personal Systems Group von HP stieg im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal um satte 29 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar. Schon im letzten Quartal hatte die PSG 24 Prozent Umsatzwachstum verbuchen können. Der operative Gewinn betrug 519 Millionen Dollar. Das bedeutet, dass die Gewinnmarge der PSG im Jahresvergleich weiter deutlich gestiegen ist, von 4 Prozent auf nun 5,8 Prozent des Umsatzes.
Auch die anderen Geschäftsbereiche trugen zum sehr guten Quartalsergebnis bei und konnten ihre Margen durchs Band verbessern. Die Imaging and Printing Group (IPG) konnte die Profitmarge noch deutlicher steigern, als die PSG. Der Umsatz der IPG wuchs um 8 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Ein operativer Gewinn von 981 Millionen Dollar bedeutete eine Steigerung der Profitrate von 14,2 auf 14,5 Prozent.
Der Bereich Enterprise Storage und Server verbuchte eine Umsatzsteigerung um 10 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar, die Profitmarge stieg von 7,2 auf 10,2 Prozent. HP Services erzielte einen Umsatz von 4,2 Milliarden Dollar, 8 Prozent mehr als vor einem Jahr, sie Marge stieg leicht auf 10,3 Prozent.
Die höchste Wachstumsrate erzielte vor allem durch den Kauf von Mercury der Softwarebereich, der aber weiterhin der mit Abstand kleinste Produktbereich bei HP bleibt. HP Software machte im dritten Quartal einen Umsatzsprung um 74 Prozent auf 554 Millionen Dollar und verbuchte eine Marge von 14,6 Prozent. (hjm)

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