HPE verspricht sich, mit der zugekauften Firma Zerto das Cloud-Angebot zu erweitern. Die "Übernahme beschleunigt die Transformation von HPE Storage in ein Cloud-natives, softwaredefiniertes Datenservice-Modell", heisst es in einer Mitteilung. Konkret helfe die Datenschutzsoftware von Zerto bei der "minutenschnellen Wiederherstellung" nach Ransomware- und Cyber-Angriffen oder sonstigen ungeplanten Ausfällen. Ausserdem repliziere und migriere Zerto Daten zwischen VMware vSphere- und Microsoft Hyper-V-Umgebungen und zu AWS und Azure.
HPE sieht grosses Business im Datenmanagement
Die Akquisition des 2009 gegründeten Unternehmens kostet 370 Millionen Dollar und soll jährlich mehr als 130 Millionen Dollar zum Umsatz aus HPE-Software beitragen. Schon in 2 Jahren soll sich die Übernahme positiv auf den Betriebsgewinn auswirken, meint man bei HPE. Zunächst aber ist der Abschluss der Transaktion abzuwarten, die im Herbst 2021 über die Bühne gehen soll und noch von den Behörden genehmigt werden muss. Das Management soll übernommen werden und Zerto in den HPE-Geschäftsbereich Storage eingegliedert und dem Chef dieser Sparte unterstellt werden.
Begründet wird der Zukauf damit, dass die Verwaltung und der Schutz von Unternehmensdaten wegen des explosionsartigen Datenwachstums immer komplexer werde. Mit der CDP-Technologie (Continuous Data Protection) von Zerto könne man genau dieses Problem noch besser als bisher adressieren. Denn sie liefere kontinuierlichen journalbasierten Schutz, Notfallwiederherstellung sowie Sicherung und Datenmobilität in einer zentralen und einfachen Softwarelösung. Das erlaube, so HPE weiter, Cloud-Daten in lokalen, hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen zu verwalten und zu schützen.
Zerto gibt an, Hauptsitze in Herzlia, Israel, und Boston zu unterhalten und derzeit rund 500 Mitarbeitende zu beschäftigen.