Hunderte Mainframes sollen gefährdet sein

18. August 2015 um 09:10
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Phil Young staunte nicht schlecht.

Phil Young staunte nicht schlecht. Er hat einen kleinen Bot entwickelt, den er in die Weiten des Webs geschickt hat, um Mainframes zu finden, Grossrechner. Sein Mini-Programm ist dabei so erfolgreich, dass er seit über einem Jahr jeden Tag die Adresse eines Grossrechners veröffentlicht. Grossrechner würden vielen als sicher gelten, obwohl ihre Schutzmechanismen veraltet seien. Doch die Sicherheitsindustrie interessiere sich nicht für Grossrechner. Gefährlich sei das gemäss Young, weil sich nur "niemand um sie schert". Entdecken Cyberkriminelle erstmal das Potential dahinter, wird es heikel.
Bisher sind nur wenige Fälle bekannt. Phil Young selbst zeigt zum Beispiel hier.
Kritik an IBM
Betriebssysteme für Mainframes würden anders als diejenigen für Personal Computer nicht automatisch mit Updates versorgt, sagt Young. Grösster Hersteller ist IBM, das just gestern mit LinuxOne sein erstes Mainframe auf Linux-Basis lanciert hat. Gegenüber 'Technology Review' soll sich IBM gemäss 'Heise' verteidigt haben. Demnach sei die Mainframe-Technik "das sicherste Computersystem der Welt".
Young erinnere das Ganze an Stuxnet, den Virus, der iranische Atomanlagen zerstört hat. Davor habe es eine ähnliche Ignoranz bei den Sicherheitsproblemen von Industrieanlagen gegeben. (mik)

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