IBM kauft Nordcloud

23. Dezember 2020, 10:52
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IBM baut sein Cloud-Geschäft aus und übernimmt den finnischen Spezialisten Nordcloud, der auch eine Niederlassung in Zürich betreibt.

Ein Jahr vor der Aufspaltung des Konzerns baut IBM mit der Akquisition von Nordcloud sein Cloud-Geschäft aus. "Nordcloud ist eine stark wachsende Firma, mit der wir unsere Hybrid-Cloud-Strategie noch glaubwürdiger voranbringen", sagte Gregor Pillen, Deutschlandchef von IBM.
Nordcloud hat seinen Hauptsitz in Helsinki und Niederlassungen in 10 europäischen Ländern, darunter auch ein Büro in Zürich. Im Magic Quadrant von Gartner oder in der Rangliste der schnell wachsenden europäischen Unternehmen der 'Financial Times' gilt Nordcloud als führend im Bereich Public-Cloud-Services. In den letzten 10 Jahren hat sich das privat geführte Unternehmen zu einem europaweit tätigen Anbieter von Cloud-Transformation-Services entwickelt. Nordcloud ist dreifach für AWS, Google Cloud und Microsoft Azure zertifiziert.
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Fernando Herrera.
"Der Hybrid-Cloud-Ansatz von IBM ist sehr komplementär zu unserem Cloud-nativen Ansatz, mit dem wir Kunden bei der Migration, Verwaltung und Modernisierung in der Cloud unterstützen", sagte Fernando Herrera, Chairman und Gründer von Nordcloud, in einer Mitteilung.
Diese Akquisition sei das jüngste Beispiel dafür, wie IBM die Breite und Tiefe seines Hybrid-Cloud-Angebots erweitere, um komplexe Integrationen zu managen, heisst es dort weiter. Nach dem Abschluss der Transaktion werde Nordcloud ein IBM-Unternehmen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein.
Anfang Oktober 2020 gab IBM-CEO Arvind Krishna bekannt, dass der Bereich Managed Infrastructure Services der Division Global Technology Services in eine neue Firma überführt werde. IBM selbst will sich nach der Aufspaltung auf das Cloud-Geschäft, Hybrid-Cloud- und KI-Lösungen konzentrieren. 10'000 Stellen soll IBM deshalb in Europa abbauen. Das sind rund 20% der Angestellten von Big Blue auf dem Kontinent.

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