Intel drängt mit "Atom-Power" verstärkt in den Servermarkt

11. September 2012 um 12:33
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Da die Nachfrage nach Netbooks immer mehr zurückgeht und mit Acer und Asustek (Asus) zwei führende Anbieter schon den Ausstieg proben, gehen Intel langsam die Absatzmärkte für Atom-Prozessoren aus.

Da die Nachfrage nach Netbooks immer mehr zurückgeht und mit Acer und Asustek (Asus) zwei führende Anbieter schon den Ausstieg proben, gehen Intel langsam die Absatzmärkte für Atom-Prozessoren aus.
Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern für die relativ preisgünstigen, stromsparenden Mikroprozessoren ist der Chipriese nun laut Taiwans Industriesprachrohr 'Digitimes' auf einen Bereich gestossen, den er mit SeaMicro als Kunden wurde, was den Herausforderer praktisch zu einem Kunden und Distributor von Intel gemacht hat.
Wie im Oktober 2011 berichtet, hat sich Hewlett-Packard (HP)mit dem texanischen Startup Calxeda zusammengetan, um Mikroserver auf Basis von Calxedas Quad-Core-ARM-Prozessoren zu entwickeln. Unlängst hat der PC-Riese laut 'Digitimes' auch Pläne für den Einsatz von Atom-CPUs in seinen Mikroservern bekannt gegeben. Quanta QCT, eine Tochter des grössten Notebook-Auftragsfertigers Quanta Computer, hat für Ende des Jahres auch schon einen solchen Mikroserver angekündigt.
Die entsprechenden Atom-Prozessoren mit Codenamen Centeron hat Intel speziell für stromsparende Server entwickelt. SeaMicro hat stets damit geworben, dass die Atom-Prozessoren speziell für die eigenen Systeme entwickelt und angepasst worden sind. Der 2011 von SeaMicro vorgestellte SM10000-64HD vereint 768 Atom-Prozessorkerne in einem 10U-Rack und soll somit 60 (1U) Zweisockel-Server mit Dual-Core-Prozessoren ersetzen und nur ein Viertel so viel verbrauchen. Wenn Intel den Markt verstärkt ins Visier nimmt, werden Systemen mit ARM-Prozessoren von der Industrie in Taiwan weniger Chancen eingeräumt, weil sie stark von kleineren Chipherstellern wie Marvell oder Calxeda abhängen. Aber ob dem so ist oder nicht, soll der Markt für solche extrem stromsparenden Servern 2013 und 2014 erst so richtig in Fahrt kommen. (kh)

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