IT-Frauenpower: 3 Medaillen gehen in die Schweiz

21. Juni 2021, 12:28
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An der ersten "European Girls' Olympiad in Informatics" sicherten sich die 4 hiesigen Teilnehmerinnen eine Silber- und 2 Bronzemedaillen.

Eigentlich ist es ein Etikettenschwindel: Denn die in diesem Jahr erstmals organisierte "European Girls' Olympiad in Informatics" (EGOI) griff weit über die Grenzen der Europa EU hinaus. So haben sich die Schülerinnen aus diversen EU-Ländern und zum Beispiel auch aus der Schweiz, Russland, Türkei, Belarus und Ukraine mit Kolleginnen aus Ländern wie etwa Ägypten, Mexiko, Brasilien Indien, Israel, Japan, der Türkei, den USA oder auch aus Kanada gemessen. Insgesamt beteiligten sich an der von Schweizer Studierenden organisierten, online durchgeführten Olympiade 157 Schülerinnen aus 43 Ländern. Der Wettbewerb ging am vergangenen Samstag (19. Juni 2021) zu Ende.
Die 4-köpfige Schweizer-Delegation sicherte sich eine Silbermedaille, die an Ema Skottova aus Moosseedorf ging, die das Berner Gymnasium Kirchenfeld besucht. Bronze holten sich Jasmin Studer aus Erlach, die am Gymnasium Lerbermatt in Köniz im Kanton Bern lernt, und an Vivienne Burckhardt aus Binz, die den Unterricht am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium Rämibühl in Zürich besucht. Ohne Auszeichnung nahm Priska Steinebrunner aus Oberhof an der Girls-Olympiade teil, sie ist Schülerin der Alten Kantonsschule Aarau.
Besonders gut schnitten die 4 russischen Schülerinnen ab. Sie holten sich jeweils Goldmedaillen, wobei sich 2 von ihnen den ersten Platz auf der Rangliste teilen, wie die Veranstalter schreiben.
Die 18-jährige Schweizer Silber-Gewinnerin reiste übrigens von Zürich direkt ins Wallis. Dort tritt sie diese Woche an der Internationalen Informatik-Olympiade an.
Wer sich für eine der nationalen Informatikolympiaden qualifiziert hatte und noch Schülerin ist, war zur EGOI zugelassen. Für die Programmiertalente galt es dann, an zweimal 5 Stunden der insgesamt 6-tägigen Veranstaltung "durch den kreativen und gekonnten Einsatz von selbst programmierten Algorithmen vier knifflige Aufgaben zu meistern". Es standen Probleme auf der Agenda, deren Lösung viel logisches Denken erfordert und in nach Ansicht der Veranstalter witzige Geschichten über verirrte Kühe oder überforderte Weihnachtsmänner verpackt war.
Die EGOI will mehr als nur Wettbewerb sein. Laut Mitteilung handelt sich um "eine Initiative von Schweizer Freiwilligen, die zum Ziel hat, junge Frauen in der Informatik zu fördern und durch Erfolgserlebnisse und den Kontakt mit Vorbildern und Gleichgesinnten ihr Selbstvertrauen zu stärken". Mut, ihren Interessen zu folgen, machten den Teilnehmerinnen an den Eröffnungs- und Schlusszeremonien Frauen wie Sarah Springman, Rektorin der EGOI-Gastgeberuni ETH Zürich, sowie die IT-Professorin Olga Sorkine-Hornung oder die hierzulande in der IT-Branche bekannte Chefin von Ergon Informatik, Gabriela Keller. Zudem bestand ganz in diesem Sinne an der Veranstaltung die Möglichkeit, sich mit Informatikerinnen und Informatikern zu unterhalten, deren Projekte die Vielfalt des Fachs zeigen und das Computerspiel wie die theoretische Forschung umfassten.
EGOI-Gründerin Stefanie Zbinden hat übrigens angekündigt, dass die Girls-Olympiade nun jedes Jahr in einem anderen Gastgeberland ausgetragen werden soll. Im nächsten Jahr werde die EGOI in der Türkei über die Bühne gehen.

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