Kanton Zug veröffentlicht eGov-Software

8. März 2010 um 14:43
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Vorbildlich: Der Kanton Zug hat den Quellcode seiner E-Government-Lösung 'iZug' unter Open-Source-Lizenz der Schweizerischen Informatikkonferenz veröffentlicht.

Vorbildlich: Der Kanton Zug hat den Quellcode seiner E-Government-Lösung 'iZug' unter Open-Source-Lizenz der Schweizerischen Informatikkonferenz veröffentlicht. 'iZug' baut auf der Open-Source-Lösung Plone, respektive der Ausprägung für Behörden 'PloneGov' auf.
'iZug' bietet gemäss einer Mitteilung, die heute von der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit versandt wurde, ein Web-Content-Management-System, einen Online-Schalter, einen virtuellen Arbeitsplatz, Arbeitsräume für interne und externe Zusammenarbeit sowie eine Aufgaben- und Terminverwaltung. Die Lösung wird im Kanton Zug seit Juni 2009 eingesetzt und wird gemäss Mitteilung von 1500 Mitarbeitenden des Kantons und 400 externen BenutzerInnen eingesetzt.
PloneGov wird in der Schweiz von einigen Behörden eingesetzt und von einem Verein unterstützt, in dem diverse Behörden, das Informatikstrategieorgan Bund und einige Privatfirmen mitmachen.
Teile der Zuger Adaption von PloneGov stammen aus Entwicklungen im Kanton Basel. Mit der Veröffentlichung des Codes von 'iZug' stellt der Kanton nun seinerseits sicher, dass auch andere Behörden profitieren können. Ziel ist eine lebendige 'Community', die die Weiterentwicklung von PloneGov in der Schweiz vorantreibt und dafür sorgt, dass Behörden auf verschiedenen Stufen bei der Entwicklung von E-Government-Lösungen Investitionen teilen können.
Bemerkenswert: Die gleiche 'Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit', die im unterdessen berühmten Fall der ausschreibungslosen Vergabe eines Software-Auftrags an Microsoft so heftig protestiert hat, lobt PloneGov nun mit dem Argument, man können teure Ausschreibungen vermeiden. "Aufwändige, kostspielige und für die Beteiligten riskante WTO-Ausschreibungen erübrigen sich dadurch (die lizenzfreie Übernahme von Anwendungen - die Red.) in vielen Fällen", heisst es in der Pressemitteilung von heute Montag. (hc)

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