Kapo Bern: "Notruf-Dienste zwingend an Swisscom vergeben"

24. Juli 2017, 10:14
  • e-government
  • swisscom
image

Die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern hat soeben freihändig den Unterhalt und Betrieb von Netzwerk-Services, gemeint ist der WAN- und LAN-Betrieb für die regionalen Einsatzzentralen (REZ), an die Swisscom vergeben.

Die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern hat soeben freihändig den Unterhalt und Betrieb von Netzwerk-Services, gemeint ist der WAN- und LAN-Betrieb für die regionalen Einsatzzentralen (REZ), an die Swisscom vergeben. Bei dem Vierjahresauftrag mit einem Volumen von 1,6 Millionen Franken handelt es sich um die Weiterführung bisherigen Dienstleistungen für die REZ, heisst es dazu im Zuschlag: "Als Konzessionärin der Grundversorgung gewährleistet die Swisscom den schweizweiten Zugang zu Notrufdiensten".
Weiter wird darauf hingewiesen, dass die Swisscom bereits die LAN-Netzwerke für die Büroarbeitsplätze der Kantonspolizei Bern ausserhalb der Einsatzzentralen betreibt. Mit der jetzt erfolgten Auftragsvergabe könne also "eine lückenlose Serviceerbringung der Übermittlung der Notrufe vom Bürger bis zum Einsatzdisponenten in der Einsatzzentrale gewährleistet werden".
Der Freihänder wird mit der End-zu-End-Garantie begründet, die aufgrund der bestehenden gesetzlichen Regelungen im Bereich der Notruftelefonie und zwecks Gewährleistung eines lückenlosen Empfangs der Notrufe aus dem gesamten Kantonsgebiet "auch weiterhin nur durch Swisscom gewährleistet werden" könne. Deshalb seien "daraus resultierenden Aufträge zur Gewährleistung eines reibungslosen Betriebs zwingend der Swisscom freihändig zu vergeben", so der Kanton. (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

Auch die Post lässt qualifiziert und digital signieren

Nach Swisscom bringt Tresorit, eine Tochter der Schweizerischen Post, eine eigene E-Signatur-Lösung. In Zusammenarbeit mit Swisssign, dem Herausgeber der SwissID.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Datenschutzbedenken wegen M365: Microsoft wehrt sich heftig

In Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen M365-Anwendungen in der Kritik der Datenschützer. Microsoft erklärt, die Bedenken seien "dogmatischer Selbstzweck".

publiziert am 30.11.2022
image

E-Mails, SMS & Co.: EU will einfacher an digitale Daten kommen

Ermittler in der EU sollen zur Verfolgung schwerer Straftaten einfacher und schneller Zugang zu elektronischen Beweismitteln bekommen – unabhängig davon, ob sie verschlüsselt sind.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Nächste Swisscom-Niederlage im Glasfaserstreit

Das Bundesgericht bestätigt das Urteil der Vorinstanz. Doch erstens steht das wesentlich wichtigere Urteil im Glasfaserstreit noch aus und zweitens tut Swisscom die Entschädigungszahlung nicht weh.

publiziert am 30.11.2022 5