Hinter dem auf vertrauenswürdige KI spezialisierten Startup Latticeflow stecken prominente Köpfe. Zu den Kunden gehören grosse Namen.
In einer Seed-Finanzierungsrunde hat sich das ETH-Spinoff Latticeflow 2,8 Millionen Dollar gesichert. Das 2020 gegründete Unternehmen ist auf die Entwicklung von vertrauenswürdiger KI spezialisiert.
Die Finanzierungsrunde wurde laut einer Mitteilung vom Schweizer Deep-Tech-Fond BTOV und Word Founders Capital angeführt.
Ziel von Latticeflow sei es, KI-Entwickler dabei zu unterstützen, zuverlässigere und bessere Modelle zu entwickeln. Das Problem sei, dass KI häufig darin gut sei, einen bestimmten Benchmark zu erreichen. "Einer der am häufigsten verwendeten Paradigmen für die Bewertung von Machine-Learning-Modellen (ML) sind einfach aggregierte Metriken wie die Genauigkeit", sagt CTO Pavol Bielik. Dies stelle aber nur sehr grob dar, wie gut das Modell tatsächlich sei. KI-Lösungen seien deshalb anfällig für Fehler, die oft zu spät erkannt würden.
Latticeflow will Wege bieten, mit denen sich die Zuverlässigkeit von KI über verschiedene Datensätze hinweg überwachen und verbessern lasse. Dabei könne die Lösung mit jedem der gängigen ML-Frameworks wie Tensorflow oder PyTorch zusammenarbeiten.
Team besteht aus erfahrenen KI-Forschern
Das junge Unternehmen zählt bereits einige bekannte Firmen als Kunden. Darunter die SBB, die US-Armee und verschiedene Behörden in Europa. "Machine Learning ist eines der Kernthemen bei den SBB, da wir in der Anwendung ein enormes Potenzial für eine verbesserte, intelligente und automatisierte Überwachung unserer Bahninfrastruktur sehen", erklären SBB-Vertreter in der Mitteilung.
Die Co-Founder von Latticeflow Martin Vechev und Andreas Krause.
Das Gründerteam von Latticeflow besteht neben dem ehemaligen ETH-PhD-Studenten und CTO Bielik aus Petar Tsankov (CEO), Martin Vechev und Andreas Krause.