Bei der "Crypto Valley Association" (CVA) kommt es zu einem grossen Umbau im Vorstand. Die Generalversammlung des Verbands der Zuger Blockchain-Branche hat gestern den ehemaligen Swisscom-Manager Daniel Haudenschild zum Präsidenten und Nachfolger von Oliver Bussmann gewählt und vier weitere neue Mitglieder für den Vorstand bestimmt.
Der neue CVA-Präsident Haudenschild war bis vor wenigen Tagen Chef der Blockchain-Sparte von Swisscom, hatte das Unternehmen Ende Januar aber per sofort verlassen. Gründe für den Abgang hatte die Swisscom nicht bekanntgegeben. Haudenschild übernimmt das Präsidium der CVA in schwierigen Zeiten, denn es scheint dort bereits seit längerem zu kriseln.
Zu weiteren Vorstandsmitgliedern der CVA wurden am Donnerstag Kevin Lally, Kamales Lardi, Mattia Rattaggi and Martin Berweger gewählt. Unmittelbar mit Ende der Versammlung traten zudem die beiden Mitglieder Maria Gomez und Jenna Zenk zurück. Beide waren erst im September als weibliche Vertreter in den Vorstand gewählt worden.
Auf Twitter verwies Zenk als Grund für ihren Abgang auf ein
kurzes Video aus der Generalversammlung: Darin kritisiert ein Mitglied die einseitige Zusammensetzung des Vorstands scharf. Dieser bestehe ausschliesslich aus Juristen, Investoren und Beratern und es würden Personen fehlen, die auch Blockchain-Produkte oder -Services entwickeln.
Der bisherige Verbandspräsident Oliver Bussmann hatte im vergangenen November gemeinsam mit den Mitgliedern Vasily Suvorov, René Hüsler und Nicolas Schobinger angekündigt, an der Generalversammlung nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren. Der frühere SAP- und UBS-Manager, der in Zug ein Beratungsunternehmen betreibt, war laut Medienberichten nicht unumstritten gewesen. Stimmen innerhalb der CVA, namentlich vertreten durch Vorstandsmitglied Søren Fog, war vor allem Bussmanns Doppelrolle als Berater und Investor ein Dorn im Auge, hiess es in Medienberichten vergangenes Jahr. Auch Fog gehört dem Board nicht mehr an, bestätigt die Association eine Anfrage von inside-it.ch. (kjo/sda)