Lehman-Brothers-Pleite belastet AMD

22. Dezember 2008, 10:11
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Der seit längerer Zeit kriselnde Prozessorhersteller AMD hat am vergangenen Freitag die Aktionäre mit einer weiteren schlechten – und vor allem unerwarteten – Nachricht erschreckt.

Der seit längerer Zeit kriselnde Prozessorhersteller AMD hat am vergangenen Freitag die Aktionäre mit einer weiteren schlechten – und vor allem unerwarteten – Nachricht erschreckt. Dem Intel-Rivalen droht ein finanzieller Schaden aufgrund eines früheren Abkommens mit der Mitte September Pleite gegangenen Investmentbank Lehman Brothers.
2007 hat AMD mit Lehman ein Geschäft abgeschlossen, das einer Verwässerung der AMD-Aktien vorbeugen sollte, wenn die Käufer einer Wandelanleihe diese Papiere nach ihrer Fälligkeit im Jahr 2015 gegen reguläre AMD-Aktien tauschen wollen. Lehman sollte mit 182 Millionen Dollar von AMD im Laufe der Jahre reguläre AMD-Aktien kaufen und an AMD zurückgeben, um den Verwässerungseffekt zu begrenzen. Dieser Betrag dürfte für AMD für immer verloren sein. AMD bleibt einzig die Möglichkeit, selber Aktien zurückzukaufen – der Kurs ist momentan nämlich so tief wie seit Anfang der neunziger Jahre nicht mehr. (mim)

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