Lidl stoppt Projekt mit SAP nach Kosten von 500 Millionen Euro

17. Juli 2018 um 11:20
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Nach sieben Jahren Entwicklung und laut Branchenkennern rund 500 Millionen Euro ist Schluss: Der Discounter Lidl zieht beim elektronischen Wareninformationssystem "Elwis" die Reissleine und bricht das Projekt ab.

Nach sieben Jahren Entwicklung und laut Branchenkennern rund 500 Millionen Euro ist Schluss: Der Discounter Lidl zieht beim elektronischen Wareninformationssystem "Elwis" die Reissleine und bricht das Projekt ab. Eigentlich hätte gemeinsam mit dem Walldorfer Softwarekonzern SAP das hauseigene Warenwirtschaftssystem "Wawi" ersetzt werden sollen, doch nun kehrt man zur Lidl-eigenen Lösung zurück.
Mit Elwis seien "die ursprünglich definierten strategischen Ziele nicht mit vertretbarem Aufwand" erreichbar, zitiert die 'Heilbronner Stimme' aus einer internen Mitteilung von Lidl. Es sei aber kein Entscheid gegen SAP, sondern für das eigene System gewesen, wird in der Mitteilung beschwichtigt. Der Discounter werde in anderen Bereichen weiterhin eng mit SAP zusammenarbeiten.
"Auch wenn wir das aktuelle Projekt nicht weiterverfolgen, so beeinträchtigt dies in keiner Weise unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Kooperation in anderen Bereichen", erklärte auch SAP gegenüber der Regionalzeitung.
Konkret wird nun aber die Lidl-eigene Lösung "Wawi" weiterentwickelt. "In der Kosten-Nutzen-Abwägung spricht alles für die Weiterentwicklung der Wawi", wird aus der internen Mitteilung zitiert. Die am Projekt beteiligten Mitarbeiter sollen weiterbeschäftigt werden und ihre Erfahrung aus dem SAP-Projekt einbringen. (ts)

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