Luzerner Parlament bewilligt RZ-Züglete

25. Januar 2016 um 13:51
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Die beiden Rechenzentren des Kantons Luzern werden wie vom Regierungsrat geplant noch dieses Jahr an neue Standorte verlegt werden.

Die beiden Rechenzentren des Kantons Luzern werden wie vom Regierungsrat geplant noch dieses Jahr an neue Standorte verlegt werden. Der Kantonsrat hat einen vom Regierungsrat im letzten Herbst beantragten Sonderkredit von 8,65 Millionen Franken mit einer klaren Mehrheit bewilligt. Der Kredit soll die Umzugskosten von geschätzt knapp 370'000 Franken sowie den Betrieb über zehn Jahre decken.
Mit dem Umzug lagert der Kanton nun auch den Betrieb seiner redundanten Rechenzentren komplett aus. Die beiden neuen Rechenzentren werden vom Luzerner Energieversorger CKW beziehungsweise dessen Tochter CKW Fiber Services betrieben.
Das erste Rechenzentrum in der Stadt Luzern hatte der Kanton vor mehr als 20 Jahren selbst gebaut und seither auch selbst betrieben. Dieses RZ, so der Regierungsrat, befinde sich in der Gefahrenzone für Hochwasser und sei sicherheitstechnisch nicht mehr auf der Höhe. Das zweite Rechenzentrum wurde bereits von CKW betreiben, für den Standort in Rathausen läuft aber der Mietvertrag aus.
Geplant ist nun, das bisherigen Rechenzentrum in der Stadt Luzern noch im ersten Quartal dieses Jahres in das grosse neue CKW-RZ in Littau zu transferieren. Im dritten Quartal soll dann das zweite Rechenzentrum von Rathausen an einen CKW-Standort in Luzern gezügelt werden.
Trotz der nun kompletten Auslagerung des Betriebs werden die jährlichen Betriebskosten gemäss dem Antrag des Regierungsrats von bisher 710'000 auf knapp 830'000 Franken steigen. Dafür erhalte man aber eine wesentlich modernere, sicherere und auch zukunftsfähige Infrastruktur.
Gegen die von der Regierung vorgeschlagene Lösung war nur die SVP. Lisa Zanolla (SVP) sagte, es sei nicht Aufgabe des Kantons, die Investitionen der CKW zu finanzieren. Sie beantragte, die Vorlage an die Regierung zurückzuweisen.
Bei den anderen Fraktionen stiess diese Opposition auf kein Verständnis. Das Vorhaben sei korrekt ausgeschrieben worden. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sagte, CKW habe das beste Angebot gemacht. (hjm/sda)

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