Microsoft: So investieren wir in Schweizer Partner

1. März 2018, 15:33
  • microsoft
  • schweiz
image

Über 1000 Besucher am Microsoft Tech Summit Switzerland liessen sich über Microsofts neuste Cloud-Pläne informieren.

Über 1000 Besucher am Microsoft Tech Summit Switzerland liessen sich über Microsofts neuste Cloud-Pläne informieren.
Microsoft führt gegenwärtig im Trafo in Baden zum ersten Mal einen "Tech Summit Switzerland" durch. Die kostenlose Veranstaltung für IT-Profis von Kunden- und Partnerseite verspricht Aufklärung zu den neusten Cloud-Technologien aus Redmond. Und dies zieht offensichtlich. Laut David Kurth, Cloud + Enterprise Business Group Lead bei Microsoft Switzerland, haben sich rund 1300 Personen dafür registriert.
Der grosse Saal im Trafo war denn auch fast komplett voll, als die Keynotes über die Bühne gingen. Mark Russinovich, Cheftechniker von Microsoft Azure, erklärte in einem ziemlich allgemein gehaltenen Vortrag Microsoft aktuelle Cloud-Strategie. Mit einer seiner Kernaussagen – "Wir sind jetzt wirklich ein Open-Source-Unternehmen" – rief er im Publikum einiges, teilweise immer noch skeptisches, Schmunzeln hervor. Aber er unterstrich seine Aussage mit der Bemerkung, dass in nicht weniger als der Hälfte der technischen Sessions am zweiten Tag Open-Source-Themen behandelt würden.
Erstmals Produkteankündigung in der Schweiz
Um dem Anlass Glanz zu verleihen hatte Microsoft noch eine Überraschung parat: zum ersten Mal wurde eine global gültige Ankündigung als erstes in der Schweiz gemacht, nämlich dass die neuen "Azure Migration Services" nun allgemein erhältlich seien. Die Azure Migration Services, so David Kurth gegenüber inside-it.ch, seien eine Kombination von Azure Migrate. Beide seien bisher nur als Preview erhältlich gewesen.
Russinovich erntete mit seiner in einem Nebensatz gemachten Ankündigung allerdings nur wenig Beachtung. Und auch als Kurth sie nochmals gesondert unterstrich, hielt sich die Begeisterung bei den Besuchern in Grenzen.
Direkt aus dem Open-Source-Bereich stammte der nächste Redner, Patrick Chanezon, Chief Developer Advocate bei Docker, klärte die Besucher darüber auf, dass Docker heutzutage intensiv mit Microsoft zusammenarbeitet, um sowohl Windows- als auch Linux-Docker-Container auf Azure populär zu machen.
Investitionen und Innovationen
Zuletzt redete David Kurth darüber, wie Microsoft hierzulande investiert, um Innovationen zu fördern. Unter anderem, so Kurth, investiere man gezielt in Trainingsanbieter, um den Zugang zu Trainings zu erleichtern. Dies soll helfen, den Fachkräftemangel, insbesondere in Bereichen wie Digitalisierung und Internet of Things zu lindern. Gleichzeitig investiere man aber auch in Grundlagenforschung, zum Beispiel in Forschungen im Bereich Quantencomputer an der ETH Zürich. Der ETH-Doktorand Thomas Häner erntete daraufhin mit seinem Versuch, dem Publikum zu erklären, wie ein Quantencomputer funktioniert zwar nicht viel Verständnis, aber trotzdem sehr viel Applaus.
Viel näher an der Praxis sind dagegen die Investitionen in neue Cloud-Services von Partnern, bei deren Entwicklung Microsoft mithilft. Kurth pickte zwei Partner als Beispiele heraus, die sich auf der Bühne dazu äussern durften.
Hanspeter Tinner äusserte sich zur "Network Centric Multi Cloud 4.0" von Hiag Data. Dieser Service vereine die sichere Anbindung von Kundenstandorten, einen in Hiag-eigenen Rechenzentren in der Schweiz betriebenen Azure Stack sowie Direktzugänge zu Microsoft Azure und Office 365.
Mit Open Systems konnte Kurth einen Security-Spezialisten als ganz neuen Microsoft-Partner präsentieren. Vor 25 Jahren, so meinte, Ogi Stanovic, Chief Business Officer von Open Systems, sei Microsoft noch nicht gerade "Top of the list" gewesen, wenn es um Security ging. Dies habe sich aber seiner Meinung nach drastisch geändert. Open Systems entwickle zusammen mit Microsoft nun einen hochstandardisierten Approach, um die komplette ICT-Infrastruktur eines Unternehmens mit denselben Produkten schützen zu können, von vor-Ort-Installationen nahtlos bis in die Cloud. (Hans Jörg Maron)

Loading

Mehr zum Thema

image

Geopolitische Lage dämpft Erwartungen der Schweizer ICT-Branche

Der Swico-Index zur Stimmung in der ICT-Branche ist erneut rückläufig. Die Anbieter glauben aber, dass sich die Auftragsentwicklung positiv entwickelt.

publiziert am 28.9.2022
image

Der CTO von Microsoft Azure will künftig auf Rust setzen

Weil die Programmiersprache sicherer und zuverlässiger als C und C++ ist, soll sie in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen. Der C++-Erfinder hingegen sieht die Ablösung als "gewaltige Aufgabe".

publiziert am 28.9.2022
image

Keine kritischen Lücken im E-Voting-System der Post gefunden.

Beim Bug-Bounty-Programm gelang es niemandem, in das System oder die elektronische Urne einzudringen. Die Tests gehen aber noch weiter.

publiziert am 28.9.2022 1
image

Beschaffung des Bundes-CMS wird kritisiert

Der Einkauf des neuen Content Management Systems des Bundes sei intransparent gewesen, heisst es von einer Gruppe Parlamentarier.

publiziert am 27.9.2022