NCSC kann nun CVE-Nummern vergeben

28. September 2021 um 15:05
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Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit wurde von Mitre dazu autorisiert, Sicherheitslücken offiziell zu definieren und zu katalogisieren.

Das schweizerische Nationale Zentrum für Cybersicherheit hat bekannt gegeben, dass es von der Non-Profit-Organisation Mitre dazu ermächtigt wurde, von nun an CVE-Nummern zu vergeben. Damit wird das NCSC Teil eines weltweiten Netzwerks zur Katalogisierung von Schwachstellen in Informatiksystemen.
Mitre ist weltweit für die Führung der "Common Vulnerabilities and Exposure" (CVE)-Datenbank zuständig. Security-Forscher tendieren dazu, den von ihnen entdeckten oder analysierten Schwachstellen, schicke und gefährlich tönende, aber nicht unbedingt logische Namen zu geben. Manchmal erhält die gleiche Schwachstelle auch 2 oder mehr dieser inoffiziellen Bezeichnungen. Im internationalen CVE-Programm werden neu gemeldete Schwachstellen im Bereich der Cybersicherheit dagegen unter einer nüchternen, aber eindeutigen Nummer katalogisiert und beschrieben. Dies soll die Zusammenarbeit in der internationalen Security-Szene erleichtern und Missverständnisse vermeiden.
Als von Mitre anerkannte Autorisierungsstelle zur Vergabe von CVE-Nummern ist das NCSC nun zuständig für die Erstellung und Veröffentlichung von Informationen über die ihm gemeldeten Schwachstellen und die zugehörigen CVE-Einträge. Das NCSC ist damit nicht nur die offizielle Anlaufstelle zum Melden von Sicherheitslücken in der Schweiz, sondern führt auch deren CVE-Nummern für den internationalen Austausch.
Seit März 2021 nimmt das NCSC via Formular auf seiner Website Meldungen zu Schwachstellen in Informatiksystemen und -Anwendungen entgegen. Im Rahmen des Schwachstellen-Managements habe man jüngst auch die Testphase der Infrastruktur für das Covid-Zertifikat und das erste Pilot-Programm betreffend Bug Bounty in der Bundesverwaltung eng begleitet, schreibt das NCSC.

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