NotPetya-Angriff kostet Merck über 300 Millionen Dollar

30. Oktober 2017 um 12:41
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Anfang Sommer trieb die NotPetya-Ransomware ihr Unwesen.

Anfang Sommer trieb die NotPetya-Ransomware ihr Unwesen. Das US-amerikanische Pharmaunternehmen Merck war eines der Opfer. Der Schaden für dieses eine Unternehmen allein: 135 Millionen Dollar direkter Verlust wegen verlorener Verkäufe sowie 175 Millionen Dollar an zusätzlichen Kosten, die die Merck-Bilanz belasten. Dies teilte das Unternehmen den Investoren im Rahmen der Präsentation der Quartalsbilanz mit, wie 'Cyber Scoop' berichtet.
Im Juni stand Merck fast eine Woche lang still. Den 70'000 Mitarbeitenden war es dem Bericht zufolge untersagt, ihre PCs zu verwenden. Zudem hatten sie keinen Zugriff auf ihre E-Mails. Kommuniziert wurde über SMS. Vom Ransomware-Angriff waren sowohl die Produktion als auch die Forschungs- und Sales-Abteilungen betroffen.
Die NotPetya-Attacke schlug bei Merck im dritten Quartal mit 310 Millionen Dollar zu Buche. Damit sei die Sache aber noch nicht vom Tisch. "Wir rechnen mit ähnlichen Auswirkungen auf Umsatz und Kosten im vierten Quartal", zitiert 'Cyber Scoop' den CFO des Pharmakonzerns.
Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt war ebenfalls von NotPetya betroffen. Reckitt teilte bereits im Sommer mit, dass man aufgrund des Angriffes rund 100 Millionen Pfund verloren habe. Bei FedEx seien laut 'Cyber Scoop' die IT-Systeme nach dem NotPetya-Angriff im Juni bis September beeinträchtigt gewesen. Das Kurier- und Logistikunternehmen beziffere den Schaden durch NotPetya auf 300 Millionen Dollar. Die dänische Containerschiff-Reederei Maersk habe wegen dem Ransomware-Angriff 200 Millionen Dollar verloren, so der Bericht. (kjo)

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