Pfaff trickst Sage aus

13. Juni 2007, 15:17
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Der ehemalige Besitzer von Winware übernimmt wieder den Vertrieb der Software in der Schweiz. Winware-Besitzer Sage spricht von "juristischen Unstimmigkeiten" mit der Hersteller-Firma SelectLine und will am Vertrieb festhalten.

Der ehemalige Besitzer von Winware übernimmt wieder den Vertrieb der Software in der Schweiz. Winware-Besitzer Sage spricht von "juristischen Unstimmigkeiten" mit der Hersteller-Firma SelectLine und will am Vertrieb festhalten.
'IT Reseller' hat heute aufgedeckt, dass der ehemalige Besitzer von Winware, Bernd Pfaff, wieder den Vertrieb der Software in der Schweiz übernehmen wird. Winware ist der Name für den Schweizer Markt der ERP-Software des deutschen Herstellers SelectLine. Winware wurde vor vier Jahren von Pfaff samt Vertriebsrechten und Kundenstamm an Sage verkauft. Der britische Softwarehersteller hatte bisher in der Schweiz das Exklusiv-Vertriebsrecht. Doch nun hat Pfaff zusammen mit SelectLine eine Schweizer Niederlassung eröffnet, die ab 1. Juli unter seiner Führung operativ sein wird.
SelectLine wird somit die Software auch unter dem eigenen Namen in der Schweiz vertreiben. Die Markenrechte von Winware bleiben bei Sage. Sage-Sprecher Marc Ziegler spricht gegenüber inside-channels.ch von einer "kleinen juristischen Unstimmigkeit" mit SelectLine. Diese müsse man jetzt abklären. Er betont, dass Sage weiterhin am Vertrieb von Winware in der Schweiz festhalten will.
In einem Statement an die Vertriebspartner schreibt Sage: "Leider kam es in den letzten Monaten zu Unstimmigkeiten zwischen dem Lieferanten des Produkts, der SelectLine Software GmbH, und Sage Schweiz. Sage Schweiz geht weiterhin von einem gültigen Liefervertrag mit SelectLine aus." Winware werde in der Schweiz weiterhin und unlimitiert durch Sage betreut werden, heisst es: "Sage wird allen Lieferverpflichtungen nachkommen. Es besteht weder kurzfristig noch mittelfristig die Absicht, das Produkt Winware einzustellen oder aufzugeben." Ob SelectLine allerdings auch daran interessiert ist, den Vertrag mit Sage weiterzuführen, bleibt unklar. (Maurizio Minetti)

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