PH Zürich: Es gibt genügend Lehrer für Lehrplan 21

7. Februar 2018 um 15:58
  • politik & wirtschaft
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Im Kanton Zürich wird nach den diesjährigen Sommerferien in der Primarschule der Lehrplan 21 eingeführt.

Im Kanton Zürich wird nach den diesjährigen Sommerferien in der Primarschule der Lehrplan 21 eingeführt. Damit werden dann erstmals zunächst die Fünftklässler im neuen Fach Medien und Informatik in dem neuen Unterrichtsfach berichtet, stellt die PH Zürich (Pädagogische Hochschule) die Situation im Gespräch mit inside-it.ch nun ganz anders dar.
Es geht darum, dass zum neuen Schuljahr im Sommer 560 Lehrer die entsprechende Weiterbildung im Grundlagenkurs Medien und Informatik (GMI) absolviert und damit die Unterrichtsberichtigung für das neue Lehrfach erworben haben werden. Damit verfüge dann jede Schuleinheit im Kanton über qualifiziertes Personal in dem neuen Fach, sagt Rahel Tschopp, die als Zentrumsleiterin Medienbildung und Informatik an der PH Zürich die GMI-Kurse verantwortet.
Sie korrigiert damit die Hinweise auf einen angeblichen Lehrermangel. Jede Schuleinheit, die je nach Situation auch mehrere Schulhäuser umfasst, habe mindestens einen GMI-Kursplatz für die Weiterbildung zur Verfügung gestellt bekommen, so Tschopp. Und "die Weiterbildung ist von den Schuleinheiten genutzt worden", unterstreicht sie die Situation wenige Monate vor dem Start des neuen Schuljahres.
Sollten im Sommer aus welchen Gründen auch immer, Tschopp nennt zum Beispiel Krankheit, gleichwohl an einzelnen Schuleinheiten Pädagogen für das Fach Medien und Informatik fehlen, sehe das Schulgesetz wie bei anderen Schulfächern auch eine Übergangsfrist von einem Jahr vor, fügt sie an. In dieser Zeit könne das Fach noch ohne die Unterrichtsberechtigung gelehrt werden.
Im Plan auch bei den Lehrmitteln
Um das neue Fach zu unterrichten, haben Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Zürich den Grundlagenkurs zu absolvieren. Wie Tschopp erklärt, haben das derzeit bereits 100 Pädagogen getan und Ende dieses Schuljahres werden es dann die schon genannten 560 Mittelstufenlehrer sein. In 35 Kursen hätten dann über mehrere Wochen in insgesamt 90 Arbeitsstunden jeweils Gruppen von 16 Mittelstufenlehrern die Unterrichtsberechtigung für das neue Fach erworben. Hinzu kommen jene Lehrpersonen, welche die notwendigen Kompetenzen individuell erworben haben. "Damit sind wir voll im Zeitplan und in einer guten Position", hebt Tschopp hervor.
Auch bei der Berichterstattung über eine sich abzeichnende Verzögerung beim künftigen Lehrmittel "Connected" bringt Tschopp Korrekturen an. In den GMI-Kursen arbeite man bereits mit Auszügen aus dem neuen Lehrbuch. "In Buchform wird es bis zum Start des neuen Schuljahres für die Mittelstufe vorliegen", stellt sie klar. Bis das Lehrmittel auf der Sekundarstufe I erscheint, werde hier mit dem bisherigen Lehrmittel "Medienkompass" weitergearbeitet. Dies sei mit unterstützenden Materialien gut möglich. Jedenfalls stehe einem erfolgreichen Start des Fachs Medien und Informatik damit nichts im Weg, wie sie anfügt.
Zum weiteren Verlauf der Weiterbildung hält Tschopp fest, dass ab dem Sommer 2018 jährlich 880 Lehrkräfte der Mittel- und Sekundarstufe GMI-Kurse besuchen werden. Ab 2019 werden auch die Sechst- bis Neuntklässler den Lehrplan 21 nutzen, also auch in Medien und Informatik unterrichtet. Bis im Sommer 2021 werden also etwa 3200 Lehrpersonen weitergebildet sein. Bis im Sommer 2023 würden im Kanton Zürich dann nur noch GMI-Kurse angeboten, wenn ein Bedürfnis besteht. (vri)

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