Postfinance setzt auf Stimmerkennung zur Authentifizierung

18. Dezember 2018, 14:16
  • fintech
  • postfinance
  • spitch
image

Wer in einem Contact Center von Postfinance anruft, soll doppelt so schnell wie bislang authentifiziert werden.

Wer in einem Contact Center von Postfinance anruft, soll doppelt so schnell wie bislang authentifiziert werden. Das Finanzinstitut setzt dafür seit Mitte September eine Lösung für Real-Time Authentication (RTA) von Nice ein, wie Postfinance-Pressesprecher Johannes Möri gegenüber inside-it.ch bestätigt. Die weltweit tätige israelische Firma Nice verspricht, dass ihre Software etwa Identitätsdiebstahl oder der Kontoübernahme verhindere.
Im Contact Center von Postfinance wird bei einem Anruf, ein sprachlicher "Fingerabdruck", ein sogenannter "Voiceprint", erstellt. Damit soll die Lösung von Nice bei künftigen Anrufen die Identität des Kunden feststellen können. Dies sei nicht nur schneller, sondern auch sicherer als die Authentifizierung über Sicherheitsfragen, betont Möri. Denn bislang hätte man sich mit den entsprechenden Informationen als Kunde ausgeben können, wenn man die Sicherheitsfragen beantworten konnte.
"Die Akzeptanz von RTA bei unseren Kunden ist in den wenigen Wochen seit der Einführung höher, als wir erwartet haben. Sie sind begeistert davon, Teil einer neuen Technologieära im Schweizer Bankensektor zu sein", lässt sich Besnik Shaqiri, Projektleiter für Spracherkennung bei Postfinance in der Mitteilung zitieren.
Auch Schweizer mischen auf dem RTA-Markt mit
Im Callcenter von Swisscom kommt ebenfalls Software von Nice zum Einsatz. Der Telco hatte schon im Sommer 2016 angekündigt, künftig zur Authentifizierung auf Voiceprints zu setzen. Letztes Jahr zog Swisscom dann ein positives Fazit über den Einsatz der Lösung.
Auf dem Markt sprachbasierten Authentifizierung tummelt sich auch ein Zürcher Startup mit russischen Wurzeln: Spitch hat schon im Juni vor zwei Jahren verlauten lassen, dass die eigene Lösung bei der russischen Sberbank im Einsatz sei und man mit mehreren Finanzinstituten Gespräche führe. Mittlerweile führt Spitch rund 30 Partnerunternehmen auf seiner Website, darunter Crealogix, SBB, Avaloq, Netcetera aber auch Swisscom. (ts)

Loading

Mehr zum Thema

image

Crealogix macht wieder Gewinn

Der Zürcher Bankensoftwarehersteller hat schwierige Jahre hinter sich, glaubt sich nun aber wieder auf dem richtigen Weg.

publiziert am 24.1.2023
image

Fintech Numarics fusioniert mit Treu­hand-­Unter­nehmen

Durch die Fusion mit der Treuhandgesellschaft A&O Kreston will das Schweizer Software-Startup seine Wachstumsstrategie vorantreiben.

publiziert am 24.1.2023
image

Mobile-Payment-Anteil ist in der Schweiz weiter gestiegen

Mehr als 7% aller bargeldlosen Zahlungen werden mittlerweile mit Twint und Co. durchgeführt.

publiziert am 23.1.2023
image

Hypi Lenzburg: Das Softwarebusiness brummt

Die Bank arbeitet weiter an ihrer hybriden Strategie: Neben Finanzdienstleistungen soll auch das Technologiegeschäft ausgebaut werden.

publiziert am 20.1.2023