Der Storenbauer Griesser wurde kürzlich Opfer eines Cyberangriffs. Unbekannte hatten die Server des Unternehmens mit der
Ransomware Conti angegriffen. Entdeckt wurde der Angriff in der Nacht auf den 13. April.
Der Schaden war zu diesem Zeitpunkt bereits angerichtet: Die Täter hätten Systemdaten sowie andere Daten verschlüsselt und solche auch abgesaugt, sagt der Firmenchef Urs Neuhauser
nun gegenüber dem 'St. Galler Tagblatt'. Er erklärt weiter, dass die Angreifer im IT-System des Unternehmens eine Lösegeldforderung deponiert und für die Entschlüsselung der Daten Bitcoin im Wert von "mehreren Millionen Franken" verlangt hätten. Seinen Angaben zufolge hat das Unternehmen kein Lösegeld bezahlt. Griesser habe über funktionierende Backups aller verschlüsselter Daten verfügt.
Am 19. April teilte der Storenbauer über seine Website mit, "die Folgen des schweren Cyberangriffs erfolgreich" gemeistert zu haben und den Normalbetrieb wieder hochfahren zu können. Man arbeite in Sondereinsätzen um die aufgelaufenen Bestellungen möglichst rasch abarbeiten zu können, erklärte das Unternehmen in einem Communiqué.
Der Firmenchef erklärt nun gegenüber dem 'Tagblatt', dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Angreifer die gestohlenen Daten veröffentlichen. Zudem könnte auch Industriespionage und die Veröffentlichung von Betriebsgeheimnissen im Vordergrund stehen, fügt Neuhauser an.