Salesforce.com will Performance-Probleme ausräumen

23. Februar 2006, 16:19
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Der Online-CRM-Anbieter bestätigt Probleme mit einer neuen IT-Infrastruktur und verspricht Besserung.

Der Online-CRM-Anbieter bestätigt Probleme mit einer neuen IT-Infrastruktur und verspricht Besserung.
Der Online-CRM-Anbieter Salesforce.com hat ein Quartal mit einigem Licht und viel Schatten hinter sich. Das Licht: Die Zahlen stimmen. Der Umsatz von Salesforce.com stieg im Jahresvergleich um 67 Prozent auf 91,1 Millionen Dollar und der Gewinn um 60 Prozent auf 5,97 Millionen Dollar. Im Laufe des Quartals kamen 1800 neue Kunden mit rund 48'000 neuen Usern hinzu. Die Gesamtzahl der User liegt nun bei rund 399'000.
Im Laufe dieses Quartals verärgerte Salesforce.com aber auch viele Kunden mit Performance-Problemen. Längere Ausfälle gab es vor allem in den USA, hin und wieder schwappten die Probleme aber auch auf die Systeme in anderen Regionen über. Solche Schwierigkeiten mit der Performance wären für einen Anbieter einer Online-Applikation auf die Dauer wohl tödlich. Wie man dem neu eingeführten Performance-Monitor von Salesforce.com entnehmen kann, gab es für US-Kunden auch im Februar noch zweimal Ausfälle von über dreissig Minuten – nicht gerade gut für den Blutdruck gestresster Verkäufer.
Wie CEO Marc Benioff anlässlich der Bekanntgabe der Quartalszahlen erklärte, hofft man nun, das Gröbste überstanden zu haben. Ursache der Probleme war gemäss Benioff die Einführung einer im Vorfeld hochgejubelten neuen Technologie mit zwei redundanten Datenzentren an der Ost- und der Westküste der USA. "Als wir die 'Mirrorforce'-Technologie im November implementierten, fühlten wir uns sehr sicher mit unserer Software-, Hardware- und Netzwerkarchitektur. Als wir die Data Center-Techologie aufschalteten, hatten wir einige Probleme im Zusammenhang mit der Installation im November. Dann wurden wir im Dezember völlig von einem ersten weiteren Ausfall überrascht, und dieser war der Vorbote eines im Bezug auf die Verlässlichkeit unseres Services gesehen sehr schwachen Januars."
Darum, so Benioff, will Salesforce.com nun pro Quartal 1 bis 1,5 Millionen Dollar zusätzlich investieren, um zu erforschen, wie die "Mirrorforce".-Architektur stabiler gemacht werden kann. Rund 50 Millionen Dollar hat Salesforce.com bereits für die Installation von Mirrorforce ausgegeben. Salesforce.com sollte sich diesen Zusatzaufwand aber leisten können: Das Unternehmen hat immer noch 200 Millionen Dollar aus seinem Börsengang in Reserve. (Hans Jörg Maron)

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