Samsungs Chip-Geschäft boomt und Top-Leute werden ausgewechselt

31. Oktober 2017, 11:52
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Das Chip-Geschäft hat Samsung erneut einen Rekordgewinn beschert.

Das Chip-Geschäft hat Samsung erneut einen Rekordgewinn beschert. Der weltweit grösste Hersteller von Halbleitern, Smartphones und TV-Geräten konnte das operative Ergebnis im dritten Quartal auf umgerechnet rund 11,1 Milliarden Euro fast verdreifachen.
Der Umsatz schnellte um 30 Prozent auf 47,4 Milliarden Euro in die Höhe, wie der südkoreanische Apple-Rivale am Dienstag mitteilte und damit vorläufige Zahlen von Mitte Oktober bestätigte. Schon im zweiten Quartal hatte es einen Rekordgewinn gegeben.
Das Management will die vollen Kassen nun nutzen, um die Investitionen auf eine neue Höchstmarke zu steigern und murrende Investoren mit einer grösseren Ausschüttung an die Aktionäre zu besänftigen.
Grosse Investitionen in Chip-Werke geplant
Auch das Handy-Geschäft floriert wieder. Hier stieg der Gewinn auf umgerechnet 2,5 Milliarden Euro, nachdem vor einem Jahr eine milliardenschwere Rückrufaktion wegen brennender Geräte das Unternehmen belastet hatte.
Wie schon zuletzt brummte bei Samsung aber vor allem das Halbleiter-Geschäft. Hier wurde der Betriebsgewinn mehr als verdoppelt und stieg auf die neue Bestmarke von zehn Billionen Won oder umgerechnet 7,67 Milliarden Euro.
Auch der Ausblick für das nächste Jahr sei weiterhin günstig. Deshalb will das Unternehmen kräftig in neue Chip-Werke investieren. Insgesamt sollen die Investitionen um 81 Prozent steigen. Erst vergangene Woche hatte der Branchenzweite SK Hynix mit einem Rekordgewinn aufgewartet. Wegen des knappen Angebots und der regen Nachfrage sind Kunden bereit, höhere Preise zu zahlen.
Top-Management wird ausgewechselt
'Reuters' meldet zudem, Samsung habe zeitgleich die Topleute dreier Geschäftsbereiche ausgetauscht durch jüngere Manager. Der bisherige Finanzchef, Lee Sang-hoon, soll kommenden März zum Verwaltungsratspräsidenten aufsteigen.
Mit den neuen Verantwortlichen soll laut der Nachrichtenagentur ein Führungsvakuum verhindert werden. Dieses wurde nach der Verurteilung von Jay Y. Lee, Vice Chairman und Sohn des Samsung-Verwaltungsratspräsidenten Lee Kun-hee, befürchtet. Letzterer ist seit 2014 wegen einem Herzinfarkt arbeitsunfähig. (mag/sda)

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