Neuer Apple-Chef lanciert iPhone Duo und KI

10. September 2026 um 10:00
image
Foto: Screenshot

Die Amtszeit von John Ternus beginnt dankbar: Er stellte an einem Event im kalifornischen Cupertino ein faltbares Smartphone und lange erwartete KI-Funktionen vor.

Der neue Apple-Chef John Ternus beginnt seine Amtszeit mit der Ankündigung einer neuen Variante der Cash Cow seines Unternehmens: Der Konzern hat das iPhone Duo vorgestellt. Als langjähriger Gerätechef dürfte er federführend für die Entwicklung des faltbaren Smartphones gewesen sein.
Das Falt-iPhone hat ungefähr die Abmessungen eines Reisepasses, jeweils auf- und zusammengeklappt mit Displays innen und aussen. Es weicht damit deutlich von ersten Anläufen der Wettbewerber ab, die zunächst vor allem auf eine schmalere und höhere Form setzten, die sich zu einem quadratischen Display aufklappen lässt.
Konkurrenten hätten Falt-Telefone entwickelt, die sich wie "zwei aneinander geklebte Smartphones" anfühlten, begründete Ternus etwas spöttisch Apples Entscheidung für das Format. Mit den Pass-Abmessungen könne man dagegen besser von der grösseren Fläche des inneren Displays mit einer Diagonalen von 7,6 Zoll profitieren.

Künftiger Marktführer

Kann Apple nun Falt-Smartphones aus der Nische herausholen? Nach Stückzahlen werde die Kategorie gemessen am gesamten Smartphone-Markt weiterhin "ein Tropfen im Ozean" bleiben, sagt IDC-Analyst Francisco Jeronimo. Die teureren Geräte könnten aber zum Jahr 2030 einen Umsatzanteil von 10% erreichen. Damit wäre es ein lukratives Milliarden-Geschäft.
Wirtschaftlich entging Apple durch die Falt-Abstinenz in den vergangenen Jahren nicht viel. Gerade einmal 2,2% der verkauften Smartphones sind nach Berechnungen von IDC Klapp-Modelle in verschiedenen Formaten. Sowohl Huawei als auch Samsung versuchen schon seit Jahren, die Kategorie im Markt zu etablieren.
Jeronimo und seine Kolleginnen sowie Kollegen bei IDC gehen davon aus, dass Apple trotz des späten Einstiegs binnen zwölf Monaten die Führung in dem Marktsegment übernehmen wird.

Apples Vision für KI-Ära

Beim ersten Neuheiten-Event unter Ternus' Regie trat auch Apples Strategie für die KI-Ära klarer hervor. Apple will mit dem iPhone und anderen verknüpften Geräten ein persönliches Zentrum für KI bieten. Es ist die Antwort auf Versuche von etwa OpenAI, eigene Geräte als Tor zur KI zu etablieren. Apple betont dabei den Datenschutz und hebt die Verarbeitung von Informationen auf den Geräten statt in der Cloud hervor.
Ein erster Blick darauf in Aktion sind neue Funktionen für die erneuerten Computer-Uhren Watch Series 12 und Ultra 4. Sie können auf Wunsch Unterhaltungen im Laufe des Tages zusammenfassen und in den vergangenen 15 Sekunden Gesagtes als Text wiederholen. Apple versichert, dass dafür überhaupt keine Aufzeichnungen angefertigt würden und der Konzern nicht auf irgendwelche Informationen zugreifen könne.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

Schweiz vorn – aber KI braucht Erklärung

Schweizer Wissensarbeiter haben die gesündeste Beziehung zur Arbeit unter den entwickelten Märkten. Sie nutzen KI so selbstverständlich wie nie – wissen aber oft nicht, was das für ihre Rolle bedeutet. Was daraus für CIOs und IT-Teams folgt.

image

KIs lügen auch auf Schweizerdeutsch

Chatbots von Google, OpenAI und Anthropic haben laut einem Test kaum mehr Probleme mit Dialekt. Aber sie flunkern oft.

publiziert am 30.10.2026
image

Reddit macht Login zur Pflicht

Der Zugang zur Plattform wird künftig nur per Login möglich sein. Damit will Reddit das Nutzererlebnis verbessern und sein Werbegeschäft stärken.

publiziert am 30.10.2026
image

Hohe Speicherpreise setzen Intel zu

Die Speicherpreise bremsen das PC-Geschäft aus. Dies wird sich laut Intel auch nächstes Jahr nicht ändern.

publiziert am 30.10.2026