Schweizer laut internationaler Studie zufrieden mit E-Gov

31. August 2015 um 12:30
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Die unter anderem von Egovernment Schweiz in Auftrag gegebene Studie E-Government-Monitor 2015 hat die Nutzung von E-Gov-Angeboten in vier Ländern untersucht: In Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz.

Die unter anderem von Egovernment Schweiz in Auftrag gegebene Studie E-Government-Monitor 2015 hat die Nutzung von E-Gov-Angeboten in vier Ländern untersucht: In Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz. Dabei darf die Schweiz mit dem Ergebnis zufrieden sein. Sie rangiert bei der Nutzung von E-Gov knapp hinter Schweden und Österreich auf dem dritten Platz. Deutschland belegt weit abgeschlagen den vierten und letzten Platz.
Während in Schweden rund 75 Prozent der befragten Personen angegeben haben, in den letzten zwölf Monaten E-Gov genutzt zu haben, waren es in Österreich 73 Prozent, in der Schweiz 69 Prozent und in Deutschland magere 39 Prozent. Mit Ausnahme von Deutschland geht der Trend in allen Ländern zu höheren Nutzungszahlen. Einzige Ausnahme ist Deutschland, das im Vergleich zum Vorjahr sechs Prozentpunkte einbüsst. Gemein haben alle vier Länder, dass E-Gov hauptsächlich dann nicht genutzt wird, wenn das Angebot schlicht nicht bekannt ist. Schweden ist den DACH-Ländern bei fast allen Eckwerten voraus, etwa bei der Anzahl getätigter Vorgänge pro Jahr. Punkten können die Schweizer bei der Zufriedenheit mit dem Angebot. Ähnlich zufrieden sind die Österreicher, während die Schweden und vor allem die Deutschen eher unzufrieden sind mit dem Angebot. Nachholbedarf gibt es in der Schweiz laut den Befragten vor allem bei der Nachvollziehbarkeit des Angebots. Insbesondere Statusinformationen zum Bearbeitungsstand würden gewünscht, schreibt der Bund in einer Pressemitteilung. Schwachpunkte seien insbesondere Medienbrüche, komplizierte Handhabung und undurchschaubare Website-Strukturen.
Obenaus schwingt die Schweiz zudem bei den Zahlen zur Nutzung von Open Government: Rund 70 Prozent der Befragten hätten angegeben, mindestens einmal ein Open-Government-Angebot genutzt zu haben. Besonders beliebt sind Datenportale. Die Nutzer würden sich von ihnen Einblicke in die Art und Weise der Verwendung von Daten durch Behörden erhoffen. Ausserdem sind sie froh über höhere Transparenz und hoffen, Open Data würde die Effektivität von Verwaltungen erhöhen.
Erst vor einem Monat ist eine Studie in der Schweiz zu ähnlichen Schlüssen gekommen. (mik)

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