Software-Entwickler NSM geht an Roger Studer

24. September 2020, 14:58
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Das 2015 aus der Aufspaltung von Youngculture hervorgegangene Unternehmen NSM ist an Studer Family Office verkauft worden.

Der einstige Chef der Vontobel-Investmentbank Roger Studer hat die NSM Holding übernommen. Laut 'finews' ist es das erste Mal, dass Studer Family Office mit einer Übernahme auf sich aufmerksam macht. NSM gehört zu den Unternehmen der Schweizer Software-Branche, die im Schatten der Öffentlichkeit kontinuierlich wachsen.
Zu den Konditionen des jetzt erfolgten Besitzerwechsels wurden keine Angaben gemacht. Auf Anfrage bestätigt Roger Studer in einem kurzen Telefonat, dass es sich um eine vollständige Übernahme handelt. An der Führungsstruktur ändere sich nichts, er werde nicht operativ aktiv sein. Neu sei, dass er als zusätzliches Mitglied im NSM-Verwaltungsrat Einsitz nimmt.
Laut der Mitteilung soll die Transaktion die langfristige Unabhängigkeit und Kontinuität von NSM sichern und die Digitalisierungskompetenz beider Unternehmen bündeln.
Das NSM-Management unter CEO Oliver Marjanovic und CCO Marco Eberhardt werden das Unternehmen weiterhin führen. Marjanovic erklärt, dass man mit Studer als unternehmerisch denkendem Investor das Wachstum in neuen geografischen Regionen beschleunigen wolle.
Die Wurzeln der NSM gehen auf den 2004 gegründeten Software-Hersteller, App-Spezialisten und Systemintegrator Youngculture zurück. 2015 waren aufgrund des frühen, krankheitsbedingten Tods von Youngculture-CEO und -Hauptaktionär Marco Zoppi im Zuge von 2 Management Buyouts die Firmen NSM und Appculture neu entstanden.
In den letzten 5 Jahren hat sich der Aufstieg von NSM zum Player in Sachen agile Software-Entwicklung genauso still und leise weiter fortgesetzt wie einst bei Youngculture. Heute beschäftigt NSM laut Studer rund 350 Mitarbeitende (beim Start 2015 waren es 159), von denen etwa 20 in der Schweiz arbeiten. Der Hauptsitz befindet sich in Baar, hinzu kommen der Standort in Wallisellen und die 4 eigenen Nearshore-Entwicklungszentren in Serbien und Rumänien mit dem grössten Teil der Belegschaft. 
Laut Mitteilung ist NSM für Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, Fintech, Fluggesellschaften, Bildung, Digitaltechnik, Einzelhandel und Dienstleistungen im Einsatz.

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