Software spielt Berner Infrastruktur zwei Streiche

13. Oktober 2015 um 12:40
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Am Sonntag hat eine Sirene in der Hauptstadt verrückt gespielt.

Am Sonntag hat eine Sirene in der Hauptstadt verrückt gespielt. Folge waren zahlreiche Anrufe bei der Polizei, wie der 'Bund' berichtet. Die Sirene heulte kurz nach 22 Uhr auf, nachdem ihre Steuerungssoftware abgestürzt war, wie das Berner Amt für Bevölkerungsschutz der Zeitung gegenüber sagt. Im Rahmen des Projekts "Polyalert" werden sämtliche Sirenen in der Schweiz auf Funkfernsteuerung umgerüstet. Die betroffene Sirene am Berner Ostring habe ihr Update vor zwei Jahren erhalten. Nach rund zwanzig Minuten konnte sie endlich ruhig gestellt werden – nicht aus der Zentrale heraus, sondern, ganz altmodisch, von Hand.
Tunnel leer, Dorf voll
Ebenfalls verantwortlich gemacht wird fehlerhafte Software für die Sperrung eines Tunnels am Bielersee. Heute Morgen mussten sich Pendler in eine Auto-Karawane durch das 500-Seelen-Dorf Ligerz einreihen, weil die Steuerungs-Software des Tunnels falsche Angaben über die Position seiner Rauchklappen gemacht habe. Das berichtet in Bezug auf das Bundesamt für Strassen ebenfalls der 'Bund'. Zurzeit werden Ventilation und Rauchdetektoren im Ligerztunnel saniert. Zu den Arbeiten gehört übrigens auch die Aushebung eines Fluchtstollens. Nicht bekannt ist, ob dieser auch als Ersatzstollen für die Durchfahrt wird dienen können; ganz analog. (mik)

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