Gemeinsame Tochter Futura Management konzentriert sich auf Sozialversicherungen im Besonderen und öffentlichen Institutionen im Allgemeinen.
Die Fislisbacher Soreco-Tochter Soreco Publica AG, die DV Bern Holding und die Luzerner Löwenfels Partner AG haben eine geneinsame Tochterfirma gegründet, die Futura Management AG. Futura Management wird in Bern angesiedelt und soll Produkte sowie Projekt- und Entwicklungsressourcen der drei Unternehmen für den Öffentlichen Bereich, insbesondere Sozialversicherungen, zusammenfassen. Für letztere wird eine gemeinsame Standardlösung entwickelt.
Vorsitzender der Geschäftsleitung von Futura Management wird der Soreco-Publica-Chef Markus Fischer (Foto). Ebenfalls in der GL sind Marc Schmid von DV Bern und Guido Furrer von Löwenfels Partner. Im Verwaltungsrat sitzen Hans Dietrich von DV Bern Holding als Präsident sowie Thomas Uhlmann von Löwenfels Partner und Renato Stalder von Soreco.
Weitere Partner können sich anschliessen
Futura Management wird sich, wie uns Markus Fischer erklärte, als "Netzwerkfirma" um den Vertrieb kümmern, während die Mitarbeiter für die Projekte aus den einzelnen Partnerfirmen stammen. So kann Futura aus den drei Partnerfirmen plus Soreco auf rund 250 Spezialisten zurückgreifen. Der Bereich Sozialversicherungen solle "als Ausgangspunkt" dienen, später wolle man aber durchaus auch im weiteren Markt der Öffentlichen Institutionen aktiv werden. Als Netzwerk, so Fischer, sei man zudem offen, falls sich weitere Unternehmen für eine Partnerschaft interessieren.
Zu den Produkten der Partner gehören momentan Anwendungen für Sozialversicherungs-Unternehmen sowie E-Government-Lösungen zur behördenübergreifenden Zusammenarbeit und Bürger-Portale. Für die Sozialversicherungen wird durch Futura eine Standard-Lösung entwickelt, welche die Komponenten der Partner, so Fischer, "veredeln" soll. Sie beinhaltet die Business Process Management Engine "Xpert.ivy" von Soreco, welche die übrigen Software-Module, die in Hintergrund bleiben, "orchestriert". Welche Funktionen die Lösung genau bieten wird, soll gemäss Fischer aber erst in einigen Monaten bekannt gegeben werden.
Die Futura-Lösung basiert auf dem Ansatz der Service-basierten Architektur. Damit ist sie offen für die Integration von Applikationen von weiteren Anbietern, die bei Kunden bereits im Einsatz stehen. "Und auch andere Software-Hersteller im Bereich der öffentlichen Verwaltung" - so Markus Fischer mit einer weiteren Einladung an potentielle Partner - "haben die Möglichkeit, ihre Applikationen gezielt in unser Portfolio einzubinden." (Hans Jörg Maron)