Stadtwerke stellen sich unter das Dach des Switch-CERT

6. Juni 2019 um 13:58
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Swisspower, ein Gemeinschaftsunternehmen von Schweizer Gemeinde- und Stadtwerken, lanciert in Zusammenarbeit mit Switch eine Cyber-Security-Plattform.

Swisspower, ein Gemeinschaftsunternehmen von Schweizer Gemeinde- und Stadtwerken, lanciert in Zusammenarbeit mit Switch eine Cyber-Security-Plattform. Sie soll den spezifischen Bedrohungen von Stadtwerken gerecht werden und diese als neue Kunden für das branchenspezifische Energie-CERT von Switch erschliessen, teilt Swisspower mit.
Das CERT für den Energiebereich baut Switch seit 2018 mit grossen Elektrizitätswerken auf. Die Stadtwerke haben aber ein eigenes Bedrohungsprofil, da sie neben Energie auch Gas, Wärme und Wasser liefern, dem nun entsprochen werden soll.
Vier Stadtwerke arbeiten bereits unter dem Dach zusammen. Im Herbst startet ein Proof of Concept und soll den konkreten Service-Umfang definieren, wie Roland Eugster, PR-Manager von Switch, auf Anfrage erklärt. Zu den möglichen Bereichen zählen Trusted Collaboration, Monitoring, Empfehlungen von Handlungen, Bekämpfung von Domain-Missbrauch, Netzwerk, Threat Intelligence Sharing und Support.
Leitsysteme, die die Netze und Anlagen der Stadtwerke steuern, seien als kritische Infrastruktur einem besonderen Risiko ausgesetzt, schreibt Swisspower. Dasselbe gilt auch für Sensoren und Regler, insbesondere "intelligenten" Geräten wie Smartmeter, die immer mehr zum Einsatz kommen. "Je mehr smarte Elemente im Energiesystem miteinander kommunizieren, desto wichtiger wird ein verlässliches Sicherheitsdispositiv der Energiebranche", wird Benoît Revaz, der Direktor des Bundesamts für Energie (BFE) zitiert.
Das BFE unterstützt die Initiative. Und auch Armasuisse hat man sich für die Initiative ins Boot geholt. So ist eine Zusammenarbeit mit deren Cyber-Defence-Campus vorgesehen, in deren Rahmen insbesondere Informationen und Know-how ausgetauscht werden sollen.
"In dieser komplexen Materie ist es wichtig, firmen- und branchenübergreifend zu kooperieren. So können die einzelnen Unternehmen Ressourcen bündeln, Erfahrungen teilen und mit den immer professioneller werdenden Angreifern Schritt halten", erklärt Ronny Kaufmann, CEO von Swisspower. (ts)

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