Standort Schweiz: Bundesrat fördert primär Digitalisierung des Tourismus

21. Februar 2019, 10:23
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Von 2020 bis 2023 will der Bundesrat 373,1 Millionen Franken investieren, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz zu fördern.

Von 2020 bis 2023 will der Bundesrat 373,1 Millionen Franken investieren, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz zu fördern. Die Schweiz gehöre aktuell zwar zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt, so schreibt der Bundesrat in seiner nun verabschiedeten Botschaft zur Standortförderung.
Allerdings sei die digitale Transformation eine grosse Herausforderung für KMU und Regionen. "Mit seinen Instrumenten der Standortförderung will der Bundesrat zur digitalen Transformation der Wirtschaft beitragen", so die Botschaft.
Der Löwenanteil der Gelder – 220,5 Millionen Franken – soll an Schweiz Tourismus fliessen. Im Tourismus seien 175'000 Personen beschäftigt und der Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung der Schweiz betrage 2,9 Prozent, begründet der Bundesrat die Summe.
Die Förderung basiere auf der neuen Tourismusstrategie der Schweiz von 2017. Diese wiederum nennt die Weiterentwicklung der Web-Plattform MySwitzerland als eine zentrale Massnahme, eine weitere sei die Aus- und Weiterbildung von ICT-Fachleuten und Tourismus-Angestellten im Umgang mit digitalen Instrumenten.
Es fliessen weitere 22,8 Millionen in die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour).
Auch im Rahmen der Neuen Regionalpolitik setzt der Bundesrat seinen Förderfokus auf die Digitalisierung. Gleichzeitig will er zusätzlich ein spezielles Förderprogramm für die Berggebiete prüfen.
Vom dritten Schwerpunkt sollen dann alle KMU in der gesamten Schweiz profitieren: Dem Ausbau des Online-Schalters EasyGov.swiss. Dieser soll bekannter werden und die administrative Belastung der Unternehmen reduzieren. Für solche E-Government-Projekte will der Bundesrat 21,7 Millionen Franken verwenden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aussenwirtschaftsförderung und es ist der zweitgrösste Budgetposten mit 90,5 Millionen Franken. Als Ziel wird genannt, dass Schweizer Exporteure ebenso wie ausländische Investoren individueller betreut und der Zugang zu Informationen und Dienstleistungen online vereinfacht werden sollen.
Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Innovationspark soll laut dem Bundesrat konsolidiert werden und die Ansiedlung ausländischer Unternehmen im Forschungs- und Entwicklungsbereich will man fördern. Ausserdem soll der Schweizer Innovationspark international besser vermarktet werden. Für diese Form der Standortförderung sollen 17,6 Millionen Franken zur Verfügung stehen. (mag)

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