Switch verwaltet weiterhin ch.-Domains, aber…

10. Dezember 2020 um 15:19
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...erbringt neue Leistungen, welche die Sicherheit für Konsumenten und Firmen erhöhen sollen.

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) verlängert den öffentlich-rechtlichen Vertrag, der die Stiftung Switch damit beauftragt, die nationale Datenbank der .ch-Domain-Namen zu verwalten.
Switch werde auch von 2022 bis 2026 die elektronische Verknüpfung mit dem weltweiten Domain-Namen-System (DNS) sicherstellen, wie es in der Mitteilung heisst.
Mit der 5-jährigen Vertragsverlängerung löst das BAKOM die Option ein, die es sich bei der initialen Beschaffung 2016 gesichert hatte.
Es gibt allerdings im BAKOM-Vertrag vereinbarte zusätzliche Switch-Leistungen, welche ISPs, Registrare, Domain-Holder, Konsumenten und Security-Experten gleichermassen interessieren dürften.
Erstens wird im Bereich "besserer Schutz der Privatsphäre" eine Stärkung umgesetzt. Konkret bedeutet dies, dass künftig im Who-is-Registry die Domainhalter nicht mehr publiziert werden, sondern nur auf Anfrage bekannt gegeben werden, so ein Switch-Sprecher auf Anfrage.
Zweitens wird der Kampf gegen Cybercrime, beispielsweise gegen falsche Webshops, intensiviert. Künftig wird bei der Neuregistrierung einer .ch-Domain diese zwar zugeteilt, aber erst nach einer Prüfung auch wirklich publiziert. Die Prüfkriterien dafür sind mit der Kantonspolizei Zürich erarbeitet worden.
Das zu Grunde liegende Regelset samt Machine-Learning-Versuchen erläuterte ein Experte von Switch kürzlich in der exklusiven Kolumne #Security.
Drittens investiert Switch auch mehr in die Security-Awareness-Bildung bei Konsumenten und Firmen. Dazu gehört die Website https://www.ibarry.ch/ oder auch eine geplante, digitale Art einer Schnitzeljagd für jedermann.
Nicht zuletzt sollen .ch-Domains sicherer werden, indem DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) gestärkt wird. Dies ist ein grundlegendes Security-Thema, in welchem die Schweiz beispielsweise hinter Holland und Schweden hinterherhinkt.
Statt einer gesetzlichen Pflicht wie in anderen Ländern sollen in der Schweiz finanzielle Anreize die Verbreitung von technischen Standards wie DNSSEC bei ISP oder auch Registraren fördern. Konkretes wird im Laufe des Jahres 2021 mit allen Beteiligten an einem runden Tisch festgelegt. Lanciert werden soll das Anreizsystem Anfangs 2022.

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