Tablet-Markt in Westeuropa scheint Talsohle erreicht zu haben

17. Mai 2017, 14:40
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Glaubt man den jüngsten Zahlen vom Marktforscher IDC, ist im letzten Quartal zumindest in Westeuropa der teilweise drastische weltweite Rückgang von Tablet-Verkäufen beinahe gestoppt worden.

Glaubt man den jüngsten Zahlen vom Marktforscher IDC, ist im letzten Quartal zumindest in Westeuropa der teilweise drastische weltweite Rückgang von Tablet-Verkäufen beinahe gestoppt worden. Im letzten Jahr waren international Quartale mit Einbrüchen von über 14 Prozent festgestellt.
Der nun für Westeuropa angedeutete Lichtblick steckt im Vergleich mit dem ersten Quartal 2016. Damals waren rund 7,26 Millionen Geräte über die Ladentische gegangen und diesmal sind es "nur" 1,7 Prozent weniger oder knapp 7,14 Millionen Tablets.
Gelitten hat demnach besonders der iPad-Absatz, der Apple auch die Marktführerschaft kosteten. Während Samsung um 17,9 Prozent in Westeuropa wuchs, büsste Apple 11,5 Prozentpunkte ein. Konkret setzte Samsung statt rund 1,6 Millionen Geräten nun gut 1,9 Millionen Tablets ab. Der Absatz bei Apple sank hingegen von gut 1,7 Millionen Stück auf noch gut 1,5 Millionen. Auf Platz drei und vier stagnierten Lenovo (plus 0,5 Prozent) und Acer (plus 0,2 Prozent) nahezu bei 553'000 respektive 301'000 verkauften Tablets. Deutlich geschrumpft sind auch die Verkäufe von Assus, der Nummer fünf im Markt, die gerade noch 281'000 Tablets (minus 14,8 Prozent) absetzen konnte.
IDC erklärt die Zahlen mit einer Erholung bei Android-basierten Tablets im Consumer-Umfeld und den Mehrverkäufe im kontinuierlich zulegenden Enterprise-Markt. Wenig überraschend haben wie früher schon international die Detachables, also Tablets mit Tastatur, um 5,8 Prozent zugelegt. Verlangsamt habe sich hingegen wegen der langsamen Windows-10-Adoption gerade in Grosskonsernen die Ausbreitung von Windows-basierte Geräte. Dagegen habe das Betriebssystem Android, das ohnehin auf den meisten Tablets laufe, den wichtigsten Beitrag zur "Stärkung" des westeuropäischen Marktes geleistet.
IDC hält übrigens fest, dass die meisten prominenten Anbieter sich inzwischen aus dem Billigsegment zu Preise unter 200 Franken wegen der geringen Profitabilität verabschiedet hätten. Hier dominierten Amazon und die Whitlabler. (vri)

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