Der Leiter des Amts für Informatik des Kantons Thurgau wurde im November freigestellt.
Im November 2019 wurde der Chef des Amts für Informatik (AFI) des Kantons Thurgau, Leo Kuster, freigestellt. Als Grund wurde eine "unterschiedliche Auffassung über die zukünftige Führung des Amtes" angegeben. Nach der Trennung vom IT-Chef gebe es Kritik an der Informationsverweigerung des Kantons, schreibt die 'Thurgauer Zeitung'.
Kantonsrat Roland A. Huber (BDP, Frauenfeld) habe über eine parlamentarische Anfrage unter anderem in Erfahrung bringen wollen, welche finanziellen Folgen diese Entlassung habe. Doch die Anfrage sei unbeantwortet geblieben. Regierungsrat Walter Schönholzer verwies gegenüber der Zeitung auf das Amtsgeheimnis und eine Stillschweigevereinbarung zwischen dem Kanton und dem ehemaligen IT-Leiter.
Fall werde in Geschäftsprüfungskommission besprochen
Huber ist Mitglied der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GFK). Die GFK habe eine Aufsichtspflicht und man sei auf Informationen angewiesen, sagt er gegenüber der 'Thurgauer Zeitung'. Deshalb habe er sich an die weiteren Mitglieder der GFK gewandt. Der Fall dieser Entlassung müsse in der Kommission noch diskutiert werden.
Für zusätzliche Kritik sorgt dem Bericht zufolge, dass die Trennung vom IT-Chef offenbar an den Budget-Sitzungen der GFK im Oktober bereits feststand. "Der Amtschef ist bereits weg – und wir erfahren nichts", wird Huber weiter zitiert. Die GFK sei nicht für Personalentscheide zuständig, erwidert Schönholzer. (kjo)