Twint integriert die Bargeld­bezugsfunktion Sonect

10. Mai 2021, 11:29
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In über 2300 Geschäften in der ganzen Schweiz können Twint-Nutzer Bargeld per App an der Ladenkasse beziehen.

Das Schweizer Fintech-Startup Sonect bietet seine Lösung ab sofort auch via Twint an. Wie das Fintech-Startup mitteilt, steht der Bargeldbezug an der Ladenkasse den über 3 Millionen Twint-Nutzern ab sofort zur Verfügung.
Erst Anfang Jahr hatte Sonect einen Exklusivvertrag mit der französischen Loomis abgeschlossen. Dank dieser Vereinbarung könne man sich auch in Frankreich landesweit etablieren und die 60 Filialen von Loomis France als Distributionspartner für die Sonect-Lösung für den Einzelhandel nutzen, hiess es damals.
Die Sonect-Lösung, die aus der Ladenkasse einen Bankomat macht, ermöglicht es Anwendern der App, bei Händlern, die sich dem Netzwerk anschliessen, Bargeld abzuheben, das dann von ihrem Bankkonto abgebucht wird. Die App zeigt dabei den Usern auf dem Smartphone an, welcher lokale Händler gerade genügend Bargeld hat. Für Kunden fällt bei einem Bezug bis 100 Franken eine Gebühr von 1 Franken an, bei einem Bezug bis 200 Franken beträgt die Gebühr 1,50 Franken.
Mit der nun geschlossenen Kooperation soll das "bereits jetzt das grösste Netzwerk für Bargeldbezug in der Schweiz in den kommenden Monaten weiter ausgebaut" werden, sagt Sonect-Gründer und CEO Sandipan Chakraborty. Und bei Twint wird betont, dass man, "wenn es auch in Zukunft Situationen geben sollte, wo Bargeld unerlässlich ist", dies "mit der Integration von Sonect sogar das in unserer App" anbiete.
Die Bedeutung seiner Lösung unterstreicht Sonect mit einer Studie. Demnach nimmt zwar die Bedeutung von Bargeld immer mehr ab, doch sehen noch immer 67% der Konsumierenden in der Schweiz Bargeld als unerlässlich an. Da das Bankomat-Netz seit Jahren kontinuierlich abgebaut werde, erschwere das den Bargeldbezug vor allem in ländlichen Gebieten immer mehr. Hier setze man an und erlaube über die Sonect-App bereits in über 2300 teilnehmenden Geschäften Bargeld zu beziehen. Als Beispiele werden K Kiosk und die Volg-Filialen genannt.

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