"Ransomware-Angriff auf die Universität Liechtenstein." So werden Besucher der Website noch immer begrüsst, nachdem die Universität in der Nacht auf Montag, 16. August Opfer eines Cyberangriffs wurde.
Der Angriff traf die Uni hart: Alle E-Mail-Konten, die nicht in die Cloud ausgelagert wurden, waren nicht verfügbar. Die Website war down, und damit auch Anmeldemöglichkeiten zu Studiengängen und Prüfungen. Weiter sei die digitale Schliessanlage des Uni-Gebäudes ausgefallen, hiess es
ein paar Tage nach dem Angriff.
Gemeinsam mit dem Amt für Informatik der Regierung arbeite die Universität an der Wiederherstellung der Systeme, erklärt nun Regierungschef Daniel Risch in der Antwort auf eine entsprechende "Kleine Anfrage" von Landtagsabgeordnetem Daniel Seger.
Wann genau die IT wieder vollumfänglich in Betrieb genommen werden kann, ist nicht klar. "Der Fahrplan der Wiederherstellung wird aktuell erarbeitet", heisst es von Seiten der Regierung weiter. Die Uni gehe davon aus, dass die wichtigsten Systeme in den nächsten Wochen wieder zur Verfügung stehen werden.
Am 1. September startete das neue Semester an der Uni Liechtenstein. Mitte August erklärte die Hochschule, dass zu diesem Zeitpunkt nicht alle IT-Systeme in Betrieb sein werden. Aktuell könnten die Beschäftigten der Universität und die Studierenden aber ihre Office-365-Plattform inklusive den Mail-Services wieder nutzen, ist der Antwort der Regierung zu entnehmen.
Auf der Website der Uni heisst es zudem: "Glücklicherweise ist es uns gelungen, den Zugriff auf unsere Daten wiederzuerlangen." Unterlagen müssten von neuen Studierenden somit nicht erneut eingereicht werden.
Amt für Informatik übernimmt IT-Betrieb
Der Cyberangriff hat eine direkte Konsequenz für die künftige Organisation der IT der Hochschule. Wie Regierungschef Risch in seiner Antwort ausführt, sei es geplant, dass das Amt für Informatik danach den Betrieb der IT-Infrastruktur übernehmen wird.
Bei denjenigen Organisationen, welche durch das Amt für Informatik betreut werden, werden dieselben Standards wie in der Landesverwaltung angewendet, heisst es weiter.