Die Ransomware-Hackergruppe REvil hat eine Auktions-Website gestartet, auf der sie bei gehackten Firmen gestohlene Daten versteigern will. Die Website bestätige "erneut ihre Rolle als Trendsetter in der Ransomware-Community",
schreibt 'zdnet.com'.
Die
Ankündigung erfolgte im offiziellen “Happy Blog" der Hacker im Dark Web, so der Blog
'Krebs on Security', der die Auktion als Weltpremiere bezeichnet.
Bei dieser sollen angeblich Dateien verkauft werden, die von einem kanadischen Landwirtschafts-Unternehmen stammen, das laut REvil die Lösegeldforderungen bisher abgelehnt hat. Das Mindestgebot müsse 100'000 Dollar betragen, so die Hacker, bezahlbar in der Cryptowährung Monero.
Die REvil-Ransomware – auch als Sodinokibi bekannt – erregte kürzlich Aufsehen, als möglicherweise dieselben Hacker behaupteten, sie hätten bei der New Yorker Anwaltskanzlei Grubman Shire Meiselas & Sacks 750 GB an Daten von Prominenten und Firmen kopiert. Darunter sollen sich Daten von US-Präsident Donald Trump, Bruce Springsteen, Lady Gaga, Samsung, Sony und Spotify befinden.
In einer Medienmitteilung hatte die Kanzlei Mitte Mai erklärt: "Wir können bestätigen, dass wir Opfer eines Cyberangriffs geworden sind."
Einige Tage nach Bekanntwerdung des Hacks behauptete die Gruppe, sie hätte Material über Donald Trump verkauft,
berichtete 'Business Insider'. Darunter befinde sich Korrespondenz und Einladungen in die Mar-A-Lago-Residenz, also kaum das brisante Material, wie es die Hacker angekündigt hatten. Die Anwaltskanzlei ihrerseits hatte damals gesagt, Trump sei gar kein Klient. Falls der Verkauf überhaupt stattfand, könnten die Daten aber auch aus einem anderen Hack stammen.
Die REvil-Gruppe hat bereits angekündigt, als nächstes interne Daten des Superstars Madonna zu versteigern. Das Mindestgebot für diese beträgt laut dem "Happy Blog" eine Million Dollar.