"Die Datensammelei geht weiter", macht aber Threema-Chef klar.
Bei WhatsApp soll nicht mehr mitgelesen werden: Wie es in
einem Blogeintrag heisst, wird im nächsten Update der Android-App des Smartphone-Messengerdienstes eine End-to-end-Verschlüsselung enthalten und sogar standardmässig installiert sein. Allerdings funktioniert die Verschlüsselung bisher nur für persönliche Nachrichten, nicht für Gruppenchats oder Fotos und Videos. Ob es auch für andere Betriebssysteme die Verschlüsselung geben wird, ist noch unklar.
WhatsApp hat für die Verschlüsselung mit der Firma Open Whisper Systems zusammengearbeitet, die bereits sichere Messenger wie "Signal", "Redphone" und "Textsecure" anbietet.
Grundsätzlich positiv, aber...
Es gibt auch ein WhatsApp-Pendant aus der Schweiz: Threema. Laut eigenen Angaben setzt der Messenger-Dienst "einen besonderen Fokus auf Sicherheit" - sie zählen 3,2 Millionen Nutzer.
Für Threema-Chef Martin Blatter ist es grundsätzlich positiv, dass auch für WhatsApp Verschlüsselung ein Thema ist. Das sei aber nur ein Teil des Puzzles: "Durch die zwangsweise Bindung des Kontos an eine Handynummer sind bei WhatsApp nach wie vor eindeutige Rückschlüsse auf die Identität des Nutzers möglich. Die Datensammelei geht somit weiter," schreibt er auf Anfrage gegenüber inside-it.ch. Nicht nur die Kommunikation sei wichtig, sondern auch, wie mit den Daten auf dem Endgerät umgegangen werde, und wie diese lokal auf dem Handy gespeichert werden.
Blatter betont, dass bei Threema ein umfassender Schutz der Privatsphäre gewährleistet sei. Denn anonyme Nutzung sei möglich, die Server stünden in der Schweiz und alle Nachrichten, also auch Gruppennachrichten und Medien, würden verschlüsselt übertragen. (lvb)