WWF will mit Tech-Giganten illegalen Artenhandel unterbinden

8. März 2018 um 16:44
  • politik & wirtschaft
  • google
  • alibaba
  • uno
image

Die Umweltorganisation WWF will den verbotenen Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen im Internet bekämpfen und hat sich dazu weltweit mit 21 Firmen aus der Internetbranche verbündet.

Die Umweltorganisation WWF will den verbotenen Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen im Internet bekämpfen und hat sich dazu weltweit mit 21 Firmen aus der Internetbranche verbündet. Ziel sei es, den Handel plattformübergreifend bis 2020 um 80 Prozent zu reduzieren, erklärt der WWF.
Dazu würden nun gemeinsam mit Handelsplattformen und sozialen Netzwerken individuelle Lösungen entwickelt. An der sogenannten globalen Koalition gegen den illegalen Online-Artenhandel nehmen chinesische Handelsplattformen wie Alibaba teil, aber auch Ebay, Facebook, Google, Instagram, Microsoft und Pinterest.
"Die Branchengiganten zusammenzubringen ist der beste Weg, das Internet für den illegalen Artenhandel zu schliessen", erklärte Crawford Allan, Leiter Wildartenkriminalität beim WWF in den USA. Widersprüchliche Regeln und mangelnde Durchsetzung in verschiedenen Staaten führten dazu, dass verbotene Angebote auf einer Seite verschwinden können, nur um kurz darauf auf einer anderen wieder aufzutauchen.
Zudem blieben Anbieter wegen der Anonymität und der Schnelligkeit der Transaktionen häufig unentdeckt. Daher sei es wichtig, die Schlupflöcher zu schliessen, um den Missbrauch von Handelsplattformen und sozialen Netzwerken für diese illegalen Geschäfte zu stoppen.
Laut dem UNO-Umweltprogramm beläuft sich der jährliche Wert der Verbrechen im Bereich der wildlebenden Tiere und Pflanzen weltweit auf bis zu 23 Milliarden Dollar. Mehr als 20'000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr illegal für den Handel mit ihren Stosszähnen getötet, und fast drei Nashörner werden jeden Tag allein in Südafrika für ihre Hörner gewildert. (kjo/sda)

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

imageAbo

Bund benötigt mehr Unterstützung für Public Cloud

Dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation fehlen offenbar Ressourcen für das Management der Cloud-Infrastrukturen. Innovation Process Technology soll einspringen.

publiziert am 23.10.2026
image

Schweizer Verleger gehen gegen Meta vor

Der Schweizer Verlegerverband ist mit den neuen Geschäftsbedingungen von Meta gar nicht zufrieden. Sie fordern deshalb besseren Schutz ihrer Inhalte.

publiziert am 23.10.2026
image

Schaffhausen verschärft Vorgaben für Rechenzentren

Die hohe Energieeffizienz war bis anhin die einzige Vorgabe beim Bau neuer Rechenzentren. Zukünftig werden auch Treibhausgas- und Wassereffizienz gefordert.

publiziert am 23.10.2026
imageAbo

Basel-Stadt will KI nicht besteuern

Ein Vorstoss verlangte die Prüfung einer Abgabe auf durch KI und Robotik erzielte Wertschöpfung. Der Grosse Rat ist dagegen.

publiziert am 22.10.2026 1