Zurich bekräftigt IT-Insourcing (Update)

27. November 2017 um 15:47
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Vor rund einem Jahr wurde bekannt, dass der Versicherungskonzern Zurich --http://www.

Vor rund einem Jahr wurde bekannt, dass der Versicherungskonzern Zurich seine Informatik radikal aufräumen und Geld einsparen möchte. Die IT-Landschaft soll vereinfacht, die Zahl der RZs, Kernsysteme und Applikationen reduziert werden. Auch wolle das Unternehmen stärker auf interne Ressourcen setzen, statt die Aufgaben per Outsourcing zu vergeben, wie inside-it.ch berichtete.
Im Gespräch mit dem 'Sonntagsblick' sagte Zurich-Chef Mario Greco nun, dass man die Erfahrung gemacht habe, dass die Auslagerungen häufig keinen Mehrwert geschaffen hätten. "Nach einigen Jahren ist der Lohnunterschied ausgereizt, dann muss die Firma die Jobs wieder auslagern, zum Beispiel nach Asien", sagte er. Outsourcing bringe nur dann etwas, wenn extern die Kompetenz höher sei als intern.
Auch die Qualität der Dienstleistungen von Drittanbietern habe nicht immer den Erwartungen entsprochen, sagt Greco der Sonntagszeitung.
Informatikstellen kommen zurück
Der Versicherungskonzern hole unter anderem Stellen im Bereich Informatik, aber auch reine Verwaltungsjobs zurück. Die Arbeitsplätze kämen vor allem von Osteuropa zurück. "Aber sie kommen nicht alle in die Schweiz zurück, sondern gehen auch in die Ländergesellschaften, denen sie einst weggenommen worden sind."
Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, wird in dem Interview nicht erwähnt. Auch auf Anfrage von inside-it.ch nennt das Unternehmen keine konkreten Zahlen. Vergangenes Jahr sagte der Konzern, dass man künftig bei der Softwareentwicklung schneller und agiler sein wolle. Wie Zurich-Sprecher Frank Keidel nun ergänzt, gehe es auch um die Architekturfähigkeit: Man wolle die strategische Kompetenz, also die Fähigkeit, IT-Landschaften zu gestalten, stärken.
Greco hatte im März 2016 die Leitung des Versicherungskonzerns übernommen. Im August kassierte er das Ziel zum Abbau von 8000 Stellen, das Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan als Interims-CEO im Februar 2016 ausgegeben hatte. Man schaue alle Kostenebenen an, es gebe aber keine spezifischen Zahlen, sagte Greco damals. Sparen will der Versicherer aber nach wie vor: Bis 2019 sollen die Kosten um 1,5 Milliarden Dollar gesenkt werden. (kjo/sda)
Update (28.11.2017): Der Artikel wurde um die Aussagen von Zurich-Sprecher Frank Keidel ergänzt.

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