Swissquote übernimmt die Finanz-App Yuh vollständig. Postfinance veräussert ihren 50%-Anteil an dem
2021 gegründeten Joint Venture, wie die Post-Tochter mitteilt. Sie sei überzeugt, dass Yuh mit nur einem Partner effizienter und fokussierter wachsen könne.
Der CEO der neuen Alleineigentümerin Swissquote, Marc Bürki, sagt in der Mitteilung: "Der heutige Schritt erlaubt es uns, Yuh optimal in unser Gesamtangebot zu integrieren." Mit der Übernahme könne Swissquote die Synergien zwischen den beiden Unternehmen noch stärker nutzen und ein breites Angebot für alle Alters- und Zielgruppen anbieten.
Yuh-CEO Markus Schwab gibt sich überzeugt, dass die Beteiligung von Postfinance massgeblich zum Erfolg der Neobank beigetragen hat. "Die vollständige Übernahme durch Swissquote ist der nächste logische Schritt und bringt uns in eine Position, aus der wir weiter wachsen können", meint er.
Für Beat Röthlisberger, CEO von Postfinance, eröffnet der Verkauf neue Möglichkeiten, sich noch mehr auf die eigene Strategie zu fokussieren. "Postfinance hat mit Yuh viel darüber gelernt, was die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden sind, die all ihre Finanzgeschäfte nur über eine App steuern. Nun wollen wir mit unserem Digital Banking den eigenen Weg weitergehen", führt Röthlisberger aus.
Gemäss Postfinance wurde die Transaktion von Yuh mit 180 Millionen Franken bewertet. Swissquote habe einen Teil des Kaufpreises in Form von eigenen Aktien (Treasury Shares) an Postfinance bezahlt, wodurch sich die bisherige 5%-Beteiligung an Swissquote erhöht.