Bei PwC Schweiz läuft derzeit ein grösseres IT-Transformationsprojekt. Im Zuge dessen migriert der Unternehmensberater in die Public Cloud von Microsoft und führte unter anderem Power Platform und Microsoft 365 ein.
Die Migration zu Microsoft begründet PwC unter anderem mit der Eröffnung der Schweizer Rechenzentren. "Und zwar nicht nur eines, sondern zwei. So können wir auch in der Schweiz Hochverfügbarkeits-Cluster und Backups realisieren", so Henrico Dolfing, CIO bei PwC Schweiz, in einem Blogbeitrag von Microsoft.
Im Projekt sei es nicht nur darum gegangen, vom Rechenzentrum in die Cloud zu migrieren. "Wir wollten unsere Applikations-Landschaft umgestalten", ergänzt Daniel Molka, CTO, Technology and Transformation bei PwC Schweiz. Als Beispiel nennt er den Betrieb der zentralen Audit-Applikation. Mit der Verlagerung nach Azure sei auch das Betriebsmodell der Applikation geändert werden. Neu kümmere sich das globale Tech-Team darum, was lokal zu weniger Aufwand führe. Gleichzeitig sei die App in der Cloud bei Bedarf künftig einfach skalierbar.
Weite Verbreitung von Microsoft 365 als Vorteil
Laut dem Blogpost nutzt PwC Schweiz neu auch Microsoft 365. Damit habe man verschiedene, nicht integrierte Tools abgelöst. Ein Vorteil sei auch die weite Verbreitung der Suite. Viele Kunden hätten Microsoft 365 ebenfalls im Einsatz, was insbesondere bei grossen Projekten die Zusammenarbeit vereinfache.
Nach der Inbetriebnahme von Microsoft 365 habe PwC Schweiz die Dokumentenablage nach Sharepoint Online verlagert. "Damit hat man so ziemlich alle Daten, die für die Geschäftsprozesse relevant sind, in einer Umgebung", sagt Dolfing. Der nächste logische Schritt sei schliesslich die Automatisierung von Prozessen auf Grundlage dieser Daten – "das bedeutet Power Platform", wird der CIO weiter zitiert.
"Grosser Fan von KI"
Basierend auf Power Platform entwickelt PwC neue, sehr spezifische Apps. Ein Beispiel ist eine "Know Your Customer"-App. "Ähnlich wie bei Banken müssen wir überprüfen, ob wir mit einem Kunden Geschäfte machen dürfen, bevor wir mit ihm in Kontakt treten", so Molka. Mit der neuen App laufe die dafür nötige Informationssammlung fast vollständig automatisiert. Ein anderes Beispiel ist "Partner Voting", eine Applikation, die es den 180 Partnern von PwC Schweiz ermöglicht, über Entscheidungen abzustimmen.
Als Nächstes will PwC Azure Information Protection einführen, wie aus dem Blogbeitrag weiter hervorgeht. "Denn sobald wir in der Lage sind, unsere Dokumente und Objekte ausserhalb ihrer Container zu schützen, brauche ich nicht mehr so viele Regeln für meine Benutzer", erklärt CIO Dolfing. CTO Molka sei daneben "ein grosser Fan von KI". Entsprechend experimentiere das Beratungshaus viel in dem Bereich.