Robotikunternehmen Kemaro sichert sich 5 Millionen

24. April 2026 um 08:19
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Geschäftsleitung (v.l.): Martin Gadient, Leiter Strategische Partnerschaften & Innovation, Thomas Oberholzer, CSO, Armin Koller, CEO und Nadja Gerber, CFO. Foto: zVg

Mit den Mitteln aus dem Pre-Closing einer Finanzierungsrunde will das Ostschweizer Unternehmen vor allem in Nordamerika wachsen und sein Produktportfolio erweitern.

Der in Eschlikon ansässige Robotikhersteller Kemaro hat im Rahmen eines Pre-Closings seiner Series-B-Finanzierungsrunde 5 Millionen US-Dollar aufgenommen. Die zusätzlichen Mittel sollen primär in die internationale Expansion sowie in die Weiterentwicklung der Produkte fliessen. Insgesamt strebe das Unternehmen ein Finanzierungsvolumen von 20 Millionen US-Dollar an, um seine internationale Expansion zu finanzieren, heisst es in einer Mitteilung.
Ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie sei der Ausbau der Präsenz in Nordamerika. Dazu habe Kemaro eine US-Tochtergesellschaft gegründet und einen Standort in Atlanta eröffnet. Dieser soll als Drehscheibe für Vertrieb, Kundenbetreuung und Marktentwicklung dienen, wie das Unternehmen mitteilt. Im Zuge der Expansion werde Mitgründer Thomas Oberholzer in die USA wechseln, um die Aktivitäten vor Ort zu steuern.
Parallel zur geografischen Expansion arbeitet Kemaro an der Erweiterung seines Produktangebots. Seit der Gründung im Jahr 2016 hat sich Kemaro auf autonome Reinigungsroboter für industrielle Umgebungen spezialisiert. Das Unternehmen gibt an, bislang mehr als 1500 Geräte an über 600 Kunden weltweit verkauft zu haben. Zu den Abnehmern zählen unter anderem Unilever, Nestlé, BMW und Amazon. Langfristig plane das Unternehmen, mehrere tausend Roboter in Europa und den USA zu installieren.
Kemaro positioniert seine Technologie unter anderem über einen datensparsamen Ansatz. Die Roboter verzichten laut Unternehmen auf den Einsatz von 360-Grad-Kameras und erfassen keine visuellen Daten. Damit adressiert Kemaro insbesondere Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, die in industriellen Umgebungen eine Rolle spielen können.

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