Salt legt im ersten Halbjahr deutlich zu

27. August 2026 um 09:41
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Foto: Salt

Der drittgrösste Telekomkonzern der Schweiz kann auch im zweiten Quartal seinen Gewinn und Umsatz deutlich steigern, insbesondere durch starke Hardware-Verkäufe.

Der Mobilfunkkonzern Salt hat im ersten Halbjahr 2026 den Aufschwung fortgesetzt. Der drittgrösste Telekomkonzern der Schweiz konnte Umsatz und Betriebsgewinn deutlich steigern.
Insgesamt kletterte der Umsatz von Januar bis Ende Juni um 5,8% auf 600,5 Millionen Franken, wie Salt mitteilte. Besonders stark legten die Verkäufe von Geräten wie Handys oder Tablets zu. Hier kletterte der Umsatz um 11,4% auf 78,2 Millionen Franken. Das iPhone 17 sei besser gelaufen als das Vorgängermodell, sagte Salt-Chef Max Nunziata im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP'. Zudem seien auch die günstigeren Smartphones von Google und Samsung gefragt gewesen.
Derweil wuchsen die Einnahmen aus dem Telekomgeschäft um 5% auf 522,3 Millionen Franken. Dabei habe sich die Preiserhöhung im Juni 2026 zusätzlich positiv ausgewirkt.

Deutlich mehr Betriebsgewinn

Auch die Profitabilität konnte Salt weiter verbessern: Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) erhöhte sich um 9,2% auf 267,5 Millionen Franken. Zum überdurchschnittlichen Plus hat aber auch ein positiver Einmaleffekt im Startquartal beigetragen.
Im zweiten Quartal alleine stieg der EBITDAaL "lediglich" noch um 5,3%. "Die EBITDAaL-Marge blieb mit 43,7% auf dem hohen Niveau der Vorjahresperiode", schrieb Salt.
"Wir sind mit den Zahlen zufrieden", sagte der Salt-Chef. "Wir setzen unseren Wachstumskurs bei hoher Profitabilität fort." Die Strategie von Salt funktioniere gut, obwohl der Wettbewerb hart sei.

Aufschwung hält an

Die Dynamik habe im zweiten Quartal in allen Geschäftsbereichen angehalten. Die Kundenzahlen seien bei den Mobilfunkabos und im Breitbandinternet gewachsen, schrieb Salt, ohne konkrete Kundenzahlen zu nennen. Das neue Roaming-Angebot für Privatkundinnen und -kunden sei gut angekommen.
Und das Breitbandinternet übers Glasfasernetz sei mittlerweile für mehr als 3 Millionen Haushalte verfügbar. Das seien rund 60% aller Haushalte in der Schweiz.
Auch das Firmenkundengeschäft habe zugelegt. Die Lancierung eines Internet- und Festnetztelefonie-Angebots für Unternehmen im Januar habe für Schwung gesorgt.

Kooperation mit Sunrise geplant

Um besser voranzukommen, wollen Salt und Sunrise künftig beim Handynetz in ländlichen Gebieten zusammenarbeiten. Sie haben dafür eine Absichtserklärung unterschrieben, wie beide Unternehmen Anfang Woche bekannt gegeben hatten.
Eine solche Zusammenarbeit könnte viel bringen, sagte Nunziata: "Besonders in den ländlichen Gebieten können wir effizienter und schneller die Abdeckung verbessern." Auf dem Lande gebe es weniger Nutzung der Handyantennen als in den Städten. "Deshalb macht es Sinn, die Infrastruktur zusammen aufzubauen."
Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen werde, werde von Teams von Salt und Sunrise ausgearbeitet. Das dauere ein paar Monate, sagte Nunziata. Deshalb könne man noch nicht sagen, wie viele Mobilfunkantennen die Kooperation umfasse.
Bei den bestehenden Antennen gebe es die Möglichkeit, dass Salt-Kunden Zugriff auf eine Sunrise-Antenne erhalten würden und umgekehrt. An Standorten, wo noch keiner der beiden Mobilfunker anwesend sei, werde entweder Sunrise oder Salt eine Antenne aufstellen und dann der Kundschaft des anderen auch Zugriff gewähren, erklärte Nunziata. Damit wolle man schneller Lücken in der Abdeckung schliessen und die Infrastruktur effizienter nutzen.

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